Finanzen & Buchhaltung
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Lexikon Buchhaltung: F

Lexikon Buchhaltung: F

Im Unternehmerhandbuch gibt es ganz viele Beiträge zum Thema Buchhaltung. Klar, das ist ja auch ein wichtiger Bereich für jedes Unternehmen :-)

Wenn ihr keine BWLer oder Steuerberater oder so seid, dann können die verschiedenen Begriffe ganz schön verwirrend sein, oder?

Daher fasse ich diese jetzt nach und nach zusammen und erstelle ein Lexikon der Buchhaltung. Und wenn neue Begriffe hinzukommen, dann ergänze ich die Beiträge einfach, das ist ja im Internet problemlos möglich. Eine große Sammelseite des ganzen Lexikons von A-Z gibt es natürlich auch.

Weiter geht‘s mit dem Buchstaben F!

Finanzplan

Geld rein, Geld raus und einfach mal schauen, ob es passt? Das geht als Unternehmer gar nicht! Ein Finanzplan ist für jedes Unternehmen überlebenswichtig!

Dabei geht es nicht nur darum, ob am Ende alles passt, sondern vor allem um die Erhaltung der Zahlungsfähigkeit (auch genannt Liquidität).

Denn mit Geld, was erst in 3 Monaten kommt, könnt ihr ja heute keine Rechnungen bezahlen, gell? Und wer heute seine Rechnungen nicht zahlen kann, der ist ganz einfach insolvent.

Ein Unternehmen ist lt. Insolvenzordnung zahlungsunfähig, wenn es „nicht in der Lage ist, die fälligen Zahlungspflichten zu erfüllen. Zahlungsunfähigkeit ist in der Regel anzunehmen, wenn der Schuldner seine Zahlungen eingestellt hat.“ (§ 17 Abs. 2 InsO)

Damit euch das nicht passiert, benötigt jedes Unternehmen einen Finanzplan. Ob ihr den mit einem hypermodernen Software-Tool macht oder handschriftlich, ist dabei erstmal nicht wichtig.

Wichtig ist, dass ihr euch über aktuelle und künftige Zahlungsmittelflüsse Gedanken macht und schaut, ob die übereinander passen.

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Firmenwert

Es gibt immer mal wieder Situationen, in denen man den Wert seines Unternehmens (den Firmenwert) berechnen möchte, z.B. für Nachfolgeregelungen, den Firmen-Verkauf oder die Änderung der Gesellschafterstruktur. Auch das Finanzamt interessiert sich manchmal für den Wert eines Unternehmens, zum Beispiel um Erbschafts- oder Schenkungssteuer zu berechnen …

Eine Möglichkeit den Firmenwert zu berechnen, ist z.B. das vereinfachte Ertragswertverfahren nach §199 ff. BewG.

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Forderung

Eine Forderung ist in der Buchhaltung ganz einfach eine offene Rechnung ggü. einem Schuldner. Auch aus einem Vertrag kann natürlich eine Forderung entstehen. Ganz simpel entstehen Forderungen immer dann, wenn ihr die Ware schon ausgeliefert oder die Dienstleistung erbracht habt, der Kunde aber dieses noch bezahlt hat.

Forderungen sind Teil des Umlaufvermögens in der Bilanz und stehen daher dort auf der linken Seite. Sie werden dort übrigens immer brutto erfasst, also inklusive Umsatzsteuer.

Bilanz

Bilanz

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Kundenforderungen)

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind ganz einfach offene Kundenrechnungen.

Das muss gar nichts Schlimmes sein, denn meist gewährt man den Kunden ja ein gewisses Zahlungsziel, d.h. man gibt ihnen ein paar Tage Zeit (manchmal auch ein paar Tage mehr, je nach Vereinbarung), die Rechnung zu begleichen.

Forderungen gegenüber Finanzamt

Ja, auch das kann passieren. Forderungen gegenüber dem Finanzamt entstehen z.B. wenn die Steuervorauszahlungen höher waren als die letztliche Steuerschuld.

Forderungsbewertung

Die Buchhaltung muss nach dem Niederstwert- und Vorsichtsprinzip alle Forderungen mit dem Wert ansetzen, mit dem sie wahrscheinlich auf unserem Konto eingehen. Wissen oder vermuten wir, dass ein Kunde nicht oder weniger zahlen wird, so müssen wir die gebuchten Werte der Forderungen korrigieren, damit sich ein realistisches Bild der Unternehmenssituation ergibt.

Das sind dann die Forderungsbewertungen.

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Forderungsmanagement

Das Forderungsmanagement kümmert sich vor allem darum, dass so wenige Zahlungsausfälle wie möglich entstehen und die Liquidität gewahrt bleibt.

Es steuert den gesamten Prozess von der Entstehung der Forderung bis hin zu ihrer Begleichung durch den Schuldner. Dabei gibt es verschiedenen Schrauben, an denen man drehen kann:

  • Rechnungsgestaltung (z.B. hilft ein konkretes Zahlungsdatum enorm)
  • Vereinbarung von vernünftigen Zahlungszielen
  • Aktives Erinnerungs- und Mahnwesen
  • Kontrolle des Zahlungsverhaltens der Kunden (im allgemeinen und speziellen) und Überwachung desselben über die Zeit, um die Planung an die Realität anpassen zu können
  • Auch Bonitätsprüfungen können dazu gehören, z.B. bevor man einen neuen Kunden etwas liefert
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Fremdkapital

Die Bilanz enthält links das Vermögen des Unternehmens und rechts das Kapital. Das Vermögen setzt sich zusammen aus Anlage- und Umlaufvermögen, das Kapital aus Eigen- und Fremdkapital.

Das Fremdkapital ist dadurch gekennzeichnet, dass es dem Unternehmen nicht gehört. Es wird ihm nur zeitlich begrenzt und mit Rückzahlungsanspruch zur Verfügung gestellt. Es sind also die Schulden des Unternehmens.

Klassisches Fremdkapital kommt dabei von Dritten in Form eines Kredits/Darlehens (z.B. Banken, Investoren, Lieferanten). Aber auch Rückstellungen sind Fremdkapital, denn sie bilden Zahlungen ab, zu denen das Unternehmen verpflichtet ist, die aber noch nicht geleistet wurden (z.B. erwartete Steuerzahlungen). Außerdem sind passive Rechnungsabgrenzungsposten (PRAP) Teil des Fremdkapitals, weil sie Leistungsverbindlichkeiten begründen, also Ansprüche der Kunden oder anderer Gläubiger an Leistungen des Unternehmens, die zwar bereits bezahlt aber noch nicht erbracht wurden (z.B. Vorauszahlungen von Kunden).

Fremdkapitalzins

Der Fremdkapitalzinssatz berechnet sich aus der Summe der Zinsen für Fremdkaptal geteilt durch das Fremdkapital des Unternehmens. Er gibt den durchschnittlichen Nominalzinssatz der aktuellen Verbindlichkeiten an.

Formel: Fremdkapitalzinssatz = Zinsaufwand /  Fremdkapital

Das war’s mit dem Lexikon Buchhaltung: F – die anderen Buchstaben folgen nach und nach :-)

Basiswissen Rechnungswesen & Buchhaltung

Rechnungswesen, Buchhaltung, Controlling – wie hängt das alles zusammen?

Das Rechnungswesen dient der systematischen Erfassung, Überwachung und informatorischen Verdichtung der durch den betrieblichen Leistungsprozess entstehenden Geld- und Leistungsströme.

Die Buchhaltung ist dabei der externe Teil des Rechnungswesens. Sie dient dazu (wie der Name schon sagt), die finanzielle Situation des Unternehmens nach außen darzustellen.

Der interne Teil des Rechnungswesens liefert dem Unternehmer die Daten, die zur Steuerung und Planung des Unternehmens notwendig sind (daher auch internes Rechnungswesen bzw. Controlling bestehend aus Kostenrechnung, Statistik & Vergleich und Planung).

Ihr wollt noch mehr zu diesen Themen wissen? Dann hier entlang:

Buchhaltung

Das große Lexikon Buchhaltung:

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Rechnungswesen

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Auf geht’s – fröhliches Lesen euch allen!

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