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Storytelling – Mehr als nur Geschichten erzählen

Storytelling
Gastbeitrag von Jürgen Schöntauf

Vor mehr als 2000 Jahren erblickte ein kleiner Junge das Licht der Welt, der einige Jahre später das erfolgreichste Unternehmen gründen sollte, dass unsere Welt je gesehen hat. Die Zahlen sprechen für sich: Noch heute macht dieses Unternehmen jedes Jahr weltweit einen Umsatz in Milliardenhöhe. Dafür beschäftigt es allein in Deutschland mehr als eine Millionen Menschen. Das gesamte Vermögen wird allein in Deutschland auf ca. 435 Milliarden Euro geschätzt – davon 150 Milliarden in Geld und Aktien, 220 Milliarden in Immobilien und 65 Milliarden in Stiftungen und andere Vermögenstitel.

Von wem ich spreche? Von Jesus Christus, der sein Start-Up Christentum mit 11 engagierten Mitarbeitern begann und das sich dann zum Multi-Milliarden schwerem Unternehmen, der Kirche, entwickelte.

Glauben Sie, die Kirche wäre immer noch so erfolgreich, wenn ihre Mitarbeiter nie erzählt hätten, was der Unternehmensgründer und andere Führungspersönlichkeiten des Unternehmens Tolles geleistet haben? Denken Sie an die Heiligen der Katholischen Kirche, an all die Wunder, die es gegeben haben soll und vor allem auch, was diese Wunder alles bewirkt haben.

Auch die Geschichten über ihre Märtyrer sind nichts Anderes als Heldengeschichten, die aussagen, dass die Menschen damals lieber gestorben sind, als ihr Unternehmen zu verraten. Wer hätte nicht gerne so engagierte Mitarbeiter?

Vermutlich hätte die Kirche niemals den gleichen Erfolg gehabt, wenn sie damals lediglich bekannt gegeben hätte:

»Unser Unternehmensziel ist die Nächstenliebe, wir wollen in diesem Segment global expandieren. In den nächsten Jahrhunderten werden wir die größte Religionsgemeinschaft weltweit sein. Neue Mitglieder sind dazu verpflichtet, die im Anhang abgedruckten zehn Gebote jederzeit einzuhalten. Frauen sind von Führungsaufgaben ausgeschlossen, Quotenregelungen sind für uns nicht relevant. Bei guter Führung gibt es die Aufstiegsmöglichkeit in den Himmel. Im Sündenfall und bei Entlassung müssen wir Sie leider in die Hölle und ins Fegefeuer verbannen. «

Klingt nicht besonders erstrebenswert, oder? Stattdessen haben die ersten Christen Geschichten erzählt. Denn ansonsten hätte außerhalb der damaligen Provinz Judäa niemand von dieser Gemeinschaft erfahren. Und die beste Marketingstrategie war es, diese Geschichten niederzuschreiben, um eine noch größere Verbreitung zu erreichen.

Aus heutiger Sicht kann man sagen, dass hier wohl der Ursprung des Storytelling liegt, denn auf diese Weise wurden viele Menschen vom Christentum überzeugt. Was beweist, dass gute Geschichten genau der richtige Weg sind, um vom Kopf direkt in das Herz zu gelangen.

4 Tipps für das Storytelling in Ihrem Unternehmen

Erzählen Sie Geschichten über die Entstehung Ihres Unternehmens!

Sie gründen gerade ein Start Up-Unternehmen? Toll – erstellen Sie sich jetzt schon eine Website und beispielsweise einen Facebook Account und lassen Sie Ihre Leser an dem Entstehungsprozess teilhaben. Ihr Unternehmen befindet sich schon seit Generationen im Besitz Ihrer Familie? Suchen Sie Geschichten über die Entstehung des Unternehmens und seine Gründer: Was waren ihre Beweggründe und Visionen? Welchen Herausforderungen mussten sie sich stellen? Wo liegen die Wurzeln des Unternehmens? Was sind seine Werte?

Suchen Sie die Heldengeschichten in Ihrem Unternehmen und schreiben Sie diese auf!

Denn Heldengeschichten wecken Emotionen, und ohne Emotionen läuft gar nichts. Schon vor ein paar Jahren haben Forschungen in den Neurowissenschaften bestätigt, dass keine einzige unserer Entscheidungen rational ist, sondern alle Entscheidungen emotional gefällt werden.

Erzählen Sie Geschichten über Erfolge, aber auch Geschichten über das Scheitern!

Erzählen Sie, was Sie aus Ihren Fehlern lernen konnten – denn nichts lieben wir Menschen mehr, als Geschichten von Helden, die erst fallen und dann wieder aufstehen und weitermachen. Und so für uns zum Vorbild werden.

Stichwort multimediales Storytelling!

Vertrauen Sie nicht nur auf Ihre Website – identifizieren Sie Ihre Zielgruppen und entscheiden Sie, über welche Kanäle sie am besten zu erreichen sind. Bereiten Sie dann Ihren Content passend zum jeweiligen Kanal auf. Während Sie Twitter Posts nutzen können, um kurz und knackig über Entwicklungen in Ihrem Unternehmen zu informieren, können Sie auf YouTube Videos einstellen, in denen Führungskräfte, Mitarbeiter, sowie Kunden des Unternehmens ihre persönlichen Geschichten erzählen. Und hier sind wir wieder bei der Kirche: Das Bistum Essen hat bereits 2015 von Palmsonntag bis Ostermontag über WhatsApp die Ostergeschichte verbreitet. Am Tag nach dem Start hatten sie bereits mehr als 2.000 Teilnehmer. Am Ende waren es über 6.500!




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Durch das Storytelling können Sie Ihren Lesern leicht Ihre Unternehmenskultur, Werte, und Traditionen vermitteln. Des Weiteren wecken Geschichten Emotionen, berühren, bringen uns zum Lachen oder lassen uns staunen und bleiben somit länger im Kopf. Storytelling ist das beste Mittel, um Identität zu stiften.

Mit Kultur und Werten zum Sinnstifter

Sinnstifter. Wie Unternehmen davon profitieren, soziale Verantwortung zu übernehmen.

Sinnstifter*

Titel: Sinnstifter. Wie Unternehmen davon profitieren, soziale Verantwortung zu übernehmen.*

Inhalt: Was ist die Aufgabe eines Unternehmens? Gewinn zu erwirtschaften, lautet bisher die Antwort. Eine neue Generation von Unternehmern schafft diesen Gewinn aber nicht nur für sich selbst, sondern für die Gesellschaft insgesamt. Jürgen Schöntauf analysiert die Gemeinsamkeiten dieser Sinnstifter und zeigt, wie sie mit ehernen Grundsätzen und Branchenmythen brechen, um ihre unternehmerische Aufgabe neu zu definieren. Durch verantwortungsvolle Strategiearbeit verbessern sie maßgeblich und dauerhaft ihre Wettbewerbsstärke. Zahlreiche Beispiele, wie Gateway Gardens in Frankfurt am Main, Atelier Gardeur in Mönchengladbach oder auticon in Berlin, untermauern, wie sehr es sich für Führungskräfte lohnt, ihre Unternehmen von Grund auf neu auszurichten. Mit frischen Unternehmenswerten und gesellschaftlich orientierten Zielen werden sie für Mitarbeiter und Kunden unwiderstehlich! Mit den 7 MindShift-Steps zu den Themen Kultur und Werte, Führung, Vernetzung, Beziehungen, Leidenschaft, Bildung und Gewinn zeigt der Autor, wie dieser notwendige Wandel passieren kann.

Autor: Jürgen Schöntauf
Gebundene Ausgabe: 262 Seiten
Verlag: Campus, 1. Auflage 2016
ISBN-13: 978-3-593-50575-6
Gebundene Ausgabe: 39,95 Euro

Der Autor

Jürgen SchöntaufJürgen Schöntauf ist Zukunftsdenker und Optimist aus Überzeugung. Als Berater und Inhaber einer Kommunikationsagentur arbeitet er seit über 20 Jahren mit Unternehmern und Führungskräften, die ihren Erfolg nicht von »den Märkten« abhängig machen, sondern ihre Zukunft selbst in die Hand nehmen wollen. Sein jüngstes Buch »Sinnstifter« ist im Campus-Verlag erschienen.

Er schreibt regelmäßig Fachartikel für verschiedene Magazine und gibt mit seiner Agentur amedes ein eigenes Magazin für Führungskräfte (fm – fluidmanager) heraus. Als Keynote-Speaker vermittelt er sein fundiertes Expertenwissen und seine Überzeugungen enthusiastisch, provokant und mit viel Humor und Selbstironie. Wer ihm zuhört, bekommt Werkzeuge und Ideen an die Hand, mit denen jeder seine Zukunft heute gestalten kann. Dazu engagiert er sich in der Wertekommission – Initiative Werte Bewusste Führung e. V., der World Future Society und ist Future Circle Member des Zukunftsinstituts.

Weitere Informationen: www.juergenschoentauf.com

Foto: DavidGMorgan / pixabay.com

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