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Erklärvideos: Die Welt in einfach

Erklärvideos

Nicht alles erklärt sich von selbst. Und nicht jeder Fachmann ist gleichzeitig auch ein guter Erklärer. Zum Glück gibt’s Erklärvideos. Ein Medienformat, das immer wichtiger wird.

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Der neu entwickelte Sparschäler ist geradezu revolutionär – es ist ihm nur nicht anzusehen. Ihm jetzt einfach ein paar Adjektive aus der Gruppe der Superlative umzuhängen und in mehr oder weniger eleganten Sätzen seine Vorzüge zu beschreiben, kann funktionieren. Ein Erklärvideo kann es besser.

Aufmerksamkeitsspanne kleiner als bei Goldfischen

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Unsere Aufmerksamkeitsspanne, also die Zeit, der wir uns durchschnittlich einer Sache konzentriert widmen, ist im Sinkflug.

Vor ein paar Jahren haben Goldfische unseren Kulturkreis überholt: Sie konzentrieren sich im Schnitt neun Sekunden auf das, was so im Glas oder Gartenteich passiert. Unsere Spezies lag aktuell mit acht Sekunden knapp drunter. Microsoft will das bei einer Studie mit 2.000 Kanadiern herausgefunden haben.

Kurze Botschaften für eine schnelle digitale Welt

Kurze Häppchen, von denen – wenig überraschend – extrem viele auf digitale Medien entfallen. Die Altersgruppe der 16- bis 24-Jährigen etwa hatte in der Studie bei der täglichen Nutzungsdauer längst die 14-Stunden-Marke gerissen. Wer in dieser Welt eine Botschaft hat, ist gut beraten, sie nicht zu episch zu gestalten.

Es gehört zum digitalen Lebensstil, dass man schnell erkennt, was man will und ob man es will – und das alles bei einem möglichst geringen Invest an Informationsverarbeitung. „Die Sendung mit der Maus“ im Zeitraffer auf dem Smartphone.

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Vom Ballast befreit, Konzentration auf das Wesentliche

Gute und erfolgreiche Erklärvideos haben sich von allem Ballast befreit und konzentrieren sich auf die wesentlichen Infos. Das kann das auf dem Küchentisch gefilmte Aufkleben einer Display-Schutzfolie sein oder die schematische und animierte Vorgehensweise bei einer Aneurysma-Verödung im menschlichen Gehirn. Der Werkzeugkasten für Erklärvideos gibt das alles her. Billig, relativ intuitiv zu bedienen und fast überall verfügbar.

Auch Profis träumen von den gestalterischen Möglichkeiten dieser neuen Mediengattung, und selbstverständlich gibt es längst darauf spezialisierte Agenturen.

Erklärvideos für neue Arbeitsabläufe

Die denkbaren Einsatzfelder dieser Videos gehen weit über den Nutzen von Schutzfolien und Smartphone-Ständern hinaus, mit denen die sozialen Medien geflutet werden. Auch schon vor Corona haben viele Firmen erkannt, dass Schulungen nicht zwingend als Präsenzveranstaltungen ganze Abteilungen stundenweise leerfegen müssen. Betriebsabläufe, Hygienemaßnahmen, all das lässt sich wunderbar auch animiert auf dem Bildschirm vermitteln.

Doch in der Kürze dieser Videos liegt auch eine Gefahr. Nicht jeder, der ein aktuelles iPhone in der Tasche hat, ist in der Lage, komplexe oder auch weniger komplexe Zusammenhänge pointiert, verständlich und optisch angemessen in ein bewegtes Format zu transferieren.

Eine beliebte Aufgabe in diesem Zusammenhang ist die Darstellung des 30-jährigen Krieges mit seinen wesentlichen Problematiken in einem maximal 30 Sekunden langen Clip, gerne auch kürzer. Zumindest mal versuchen, das Drehbuch dafür zu schreiben.

Selbst machen oder doch lieber auslagern?

Firmen oder Start-ups, die für sich erkannt haben, dass sie aus irgendeinem Grund oder für irgendeinen Einsatz ein Erklärvideo brauchen, sind deshalb immer gut beraten, genau zu hinterfragen, welche inhaltlichen und technischen Anforderungen für die Zielgruppe relevant sind.

Auf der Basis dieser Erkenntnis kann die Entscheidung getroffen werden, ob die eigenen Ressourcen dafür ausreichen oder nicht doch unnötig gebunden werden.

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Kategorie: Marketing & Vertrieb

von

Holger Schöttelndreier

Freier Journalist und Autor. Jahrelange Erfahrung in Führungspositionen (Print und Online). U. a. Büroleiter BILD, Chefreporter Hamburger Morgenpost, Ressortleitung und Chefredaktion TV Hören + Sehen, Chefredakteur WOM Magazin, Objektleiter Wirtschaftsmedien online Heinrich Bauer Verlag.

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