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Infineon – Technologie-Partner für Sicherheit und Effizienz im Silicium-Zeitalter

Infineon
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Altertumsforscher teilen die Geschichte der technologischen Entwicklung der Menschheit in Epochen ein wie die Steinzeit, die Eisenzeit oder die Bronzezeit. Sollten spätere Generationen von Archäologen mal Ausgrabungen unserer Zeit machen, werden sie die Epoche ab dem späten 20. Jahrhundert möglicherweise als frühe Siliciumzeit kennzeichnen.

Silicium ist der Stoff, der unsere Welt technologisiert hat. Der Stoff, aus dem künstliche Intelligenz geschaffen ist. In Form von Halbleitern, Computer-Chips, hat Silicium unser tägliches Leben durchdrungen. Jedes Fieberthermometer kann heute besser rechnen als Archimedes. Jede Waschmaschine, jedes Auto verarbeitet heute mehr Daten, als frühe Computer. Jede Digitalkamera, jedes Smartphone hat die Speicherkapazität der US-Kongress-Bibliothek. Jeder trägt Silicium auf seiner Geld-Karte im Geldbeutel. Und wenn Glückwunschkarten heute „Happy Birthday“ singen können, dann dank Silicium.

Pretzfeld – das wahre Silicon Valley

Der deutsche Gigant, der mit dieser rasenden Entwicklung (Fort-)Schritt hält, ist Infineon Technologies. Und apropos „Happy Birthday“: Das Münchner DAX-Unternehmen feierte dieser Tage sein 15-jähriges Bestehen. Obschon noch ein Teenager, ist der Technologiekonzern bereits eine Weltmacht der Siliciumzeit und eigentlich auch schon viel älter.

Denn die Geschichte von Infineon wäre nur unvollständig erzählt ohne einen Blick in die Kinderstube – bei Mutter Siemens. Und diese Kinderstube ist, um es mal ganz unbescheiden zu sagen, das wahre Silicon Valley. Das liegt eben nicht in Kalifornien, sondern in Pretzfeld, einem Dorf in der Fränkischen Schweiz. Dort auf Schloss Pretzfeld gründet Siemens 1946 das Labor für Halbleiterforschung. Schon 1952 mündet diese Forschung in einer Industrialisierung der neuen Technologie. In München entsteht die erste Chip-Fabrik – genau dort übrigens, wo Infineon später seinen ersten Hauptsitz haben sollte.

Die Geburtsstunde der heutigen Elektronik schlug aber erst 1954, also vor 60 Jahren. In dem Labor auf Schloss Pretzfeld gelang den Siemens-Forschern die Gewinnung von Reinst-Silicium. Heute werden 80 Prozent des weltweiten Siliciums nach der Siemens-C Methode hergestellt.

Chips – die Snacks der Elektronik

In der Folge schauen die Deutschen 1963 in der Glotze erstmals klar, statt in die Röhre, weil ein neuartiger Transistor für TV-Tuner die Bildqualität der herkömmlichen Röhren-Geräte toppt. 1971 wird das Standby-Licht mit einer LED stromsparend rot und ersetzt Glühbirnen bei Betriebsanzeigen. Dank moderner Chips macht Siemens das Chips-Essen im Fernsehsessel unterbrechungsfrei – mit Infrarot-Sensoren in der TV-Fernbedienung.

Zwischendurch wurde 1969 der Unternehmensbereich Siemens Bauelemente gegründet, der Vorläufer von Infineon. Bevor Siemens mit seinen Chips die GSM-Telefone mobil macht, werden Gesprächsminuten auf Telefonkarten gespeichert, später Patienten-Daten auf den Karten der Krankenkassen. Weil die Zeit schnelllebig ist, entsteht in Dresden 1994 innerhalb von nur neun Monaten eine der bis heute modernsten Chipfabriken der Welt.

Doch gerade in den 90ern sorgt die Chip-Technologie nicht nur für Freude bei Siemens, sondern auch für jede Menge Verdruss. Der Grund sind stark schwankende Preise. In einem Jahr steuert die Halbleiter-Sparte den weitaus größten Teil zum Konzerngewinn bei, im nächsten generiert sie ein paar hundert Millionen Verlust. Die rasende Entwicklung lässt auf dem Weltmarkt die Preise für Speicher-Chips zusammenbrechen.

Infineon, der unbekannte Technologiegigant

Schließlich stellt Siemens den Bereich auf eigene Füße. Der Name verspricht gleich das Ewige Leben. Infineon ist ein Kofferwort aus dem englischen „Infinity“ (Unendlichkeit) und dem griechischen „aeon“ (Leben, Ewigkeit). 2000 folgt der Börsengang. Doch dort sieht’s zunächst nicht nach Langlebigkeit aus. Viele euphorische Anleger holen sich eine blutige Nase mit der Chip-Aktie. Sie verkommt vom Überflieger zum Penny-Stock, fliegt gar kurzzeitig aus dem Börsen-Olymp DAX.

Dabei gehen die Innovationen weiter. Infineon entwickelt Chips für den fälschungssicheren Reisepass, das digitale Fernsehen oder die Datenübertragung für Smartphones. Nach der Ausgliederung der Speicherchip-Sparte in das Unternehmen Qimonda 2006 geht Infineon neue Wege im Segment der Logic-Chips. Die neuen Schwerpunkte sind Energieeffizienz etwa mit stromsparenden LED-Lampen, Mobilität und Sicherheit.

Kaum jemand hält einmal bewusst ein Produkt von Infineon in Händen. Doch ist das weltführende Unternehmen ein wichtiger Technologiepartner für Handel, Industrie und Gewerbe.

Beispiel Tickets und Zugangskontrolle: Händler arbeiten mit Bonuskarten und Treueprogrammen, Freizeitparks, Hotels, Skilifte oder gar Discos mit elektronischen Eintrittsbändchen oder -karten – Infineon liefert die Technologie.

Beispiel Zahlungsverkehr: Kunden zahlen an der Supermarktkasse teils schon berührungsfrei mit Smartphone oder Karte – Infineon ist Weltmarktführer in diesem Segment.

Beispiel Unterhaltungs-Business: Kunden laden Filme, Musik oder Spiele aus dem Internet. Infineon-Technologie schützt Ihr Investment vor Datenklau.

Foto: Janaka Dharmasena / shutterstock.com

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