Management & Controlling
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Instrumentarium für den Betriebserfolg: Management Reporting

Management-Reporting

Management Reporting ist eines der wichtigsten Instrumente, über die eine Firma verfügt, um langfristig erfolgreich zu bleiben.

Das Management Reporting fasst alle relevanten Zahlen und Fakten eines Unternehmens in Form eines Berichts zusammen, mit dessen Hilfe die Unternehmensführung dann Entscheidungen treffen kann, wie sich die Firma in Zukunft ausrichten wird.

Was steckt drin?

Management Reporting beinhaltet also in erster Linie Zahlen, aber nicht nur. Im Management Reporting muss klar und präzise dargestellt sein, was die aktuellen Zahlen des Unternehmens sind und welche Faktoren innerhalb des Unternehmens in Bezug auf seinen Erfolg eine Rolle spielen – oder welche hinderlich sind.

Diese Zahlen beziehen sich auf alles im Unternehmen: Kosten für Material, Personal und Liegenschaften; Produktivität; Kundenstamm (Verteilung, Vorlieben/Interessen, Bestellmengen etc.); Verkaufszahlen (Stückmengen, Produkt-Mix; stockender Absatz); Liquidität; usw.

Hieraus wird schon ersichtlich: bevor ein Management Reporting überhaupt in Auftrag gegeben wird, muss erst die Fragestellung klar sein, für die ein Informationspaket geschnürt wird.

Geht es um ein neues Produkt oder um die Errichtung einer neuen Produktionsstätte? Beide Szenarien stellen Investitionen dar. Aber bei der Ersteren müssen insbesondere Zahlen zur Marktforschung vorliegen (Erfolg bisheriger Produkte; potentielle Konkurrenz; potentieller Absatzmarkt, Herstellungs-/Entwicklungskosten usw.). Bei Letzterem hingegen braucht man vor allem Zahlen und Informationen über die bereits vorhandenen Produktionsstätten: Was bremst die Produktion dort? Welche Faktoren der alten Betriebsstätten sollten übernommen werden? Unabdingbare und wünschenswerte Standortfaktoren für die neue Stätte müssen vorliegen.

Management Reporting muss auch nicht notwendigerweise nur für firmeninterne Zwecke gemacht werden. Auch externe Parteien haben Interesse am Management Reporting. Analysten und Börsenhändler brauchen verlässliche und verständlich aufbereitete Daten, um abzuschätzen, ob sich Investitionen in das Unternehmen oder den Kauf von Firmenaktien lohnen.

Probleme des Management Reporting

Aus den vielen unterschiedlichen Anforderungen erwächst dem Management Reporting sein erstes, großes Problem: nur selten liegen auch wirklich alle relevanten Zahlen vor.

Dies tritt insbesondere dann ein, wenn das Management Reporting bei einem externen Dienstleister liegt. Hier sollte eine Firma sich jemanden mit möglichst viel Erfahrung in der Branche suchen. Diese Kenntnis ermöglicht es dem Dienstleister, die richtigen Informationen abzufragen und auch Unwichtiges einstweilen beiseite zu stellen. Selbst dann – und auch wenn das Management Reporting in den Händen der Firma selbst liegt – ist immer noch nicht garantiert, dass auch wirklich alle Informationen vorliegen.

Ein weiteres schwerwiegendes Problem des Management Reporting wäre der Zeitdruck, unter dem solche Berichte meist zusammengestellt werden müssen.

In der Ökonomie beschleunigen sich die Prozesse zunehmend. Will man da wirklich verlässliche Zahlen haben, so kommt man als Firmenvorstand zeitlich sehr unter Druck. Wartet man zu lange auf verlässliche Zahlen, sind möglicherweise lukrative Möglichkeiten der Expansion schon verflogen. Drängt man zu sehr, erhält man womöglich unzuverlässige Zahlen und fällt auf der Basis inkorrekter oder „nur“ unvollständiger Informationen falsche Entscheidungen.

Sorgfalt als oberste Pflicht

Beim Management Reporting muss Sorgfalt als oberste Pflicht festgeschrieben werden. Will ein Unternehmen Zahlen haben, auf denen die Zukunft der Firma lastet, so muss es sich fragen, was für Informationen brauche ich genau? Welcher Zeitraum ist realistisch um die Zahlen zu beschaffen (und auch zu lesen), bevor ich dann Entscheidungen treffe?

Wer hier etwas überstürzt, rennt höchstwahrscheinlich in sein Unglück.

Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

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