Finanzen & Buchhaltung
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Ohne professionelle Zahlungsabwicklung geht im Online-Handel gar nichts …

Zahlungsarten
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Für Unternehmer, die in Zeiten wie diesen ihr Geld im Handel verdienen müssen, ist der Sprung in die digitale Welt unumgänglich. Egal ob man sein ganzes Sortiment online stellt oder die Lockdowns mit sogenanntem Click & Collect überbrückt, egal ob man seit Ewigkeiten am Markt ist oder als Gründer ganz am Anfang steht. Die Herausforderungen sind umfangreich und ohne den richtigen Bezahlmethoden geht gar nichts.

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Aber wie funktioniert die Zahlungsabwicklung? Bei mittlerweile über 200 unterschiedlichen Bezahlmöglichkeiten kann man leicht den Überblick verlieren. Bargeld spielt dabei übrigens (fast) keine Rolle mehr.

Zahlungsarten als Erfolgsfaktor im Netz

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Online-Kunden sind sehr anspruchsvoll. Nicht nur bei der Auswahl der Produkte. Stellt man als Händler eine falsche Zahlungsart oder zu wenig Auswahl für die Bezahlung zur Verfügung kann man noch kurz vor Kaufabschluss den Kunden wieder verlieren.

Untersuchungen zeigen, dass bis zu 70% der Käufer im Internet den Vorgang abbrechen, wenn das von ihnen bevorzugte Bezahlsystem nicht zur Verfügung steht. Das bedeutet, dass man tatsächlich kaufbereite Kunden im letzten Moment verliert.

Abwenden kann man das natürlich mit einem großen Angebot von Zahlungsabwicklungen. Hier liegt aber auch der Hund begraben. Aus dem umfangreichen Angebot die Richtigen zu finden ist sehr zeitaufwändig. Und oft muss man mit jedem einzelnen System eigene Verträge abschließen, die auch noch mit Kosten verbunden sind.

Sehr hilfreich sind in diesem Fall so genannte Zahlungsdienstleister. Hier übernehmen Profis die Beratung, stellen für die betreffenden Produkte die geeignetsten Bezahlsysteme zusammen und übernehmen auch die technische Verbindung zwischen einer Website und Akzeptanzpartnern (Banken, Anbieter verschiedener Zahlungsmethoden). Manchmal reichen nämlich schon ein paar wenige Zahlungsmethoden, es müssen nur die richtigen sein.

Fünf gängige Zahlungsarten im Web

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Kauf auf Rechnung

Diese Zahlungsmethode erfreut sich bei Kunden größter Beliebtheit. Der Käufer muss keinerlei sensiblen Daten angeben und erst nach Erhalt und Prüfung die Ware bezahlen.

Für den Händler hingegen bedeutet diese Methode ein Risiko für Zahlungsausfälle und bei einem Sortiment mit niedrigen Margen stehen die relativ hohen Gebühren eventuell nicht mehr in Relation. Dennoch sollte diese Bezahlart im Online-Shop nicht fehlen. Gegen das Risiko des Zahlungsausfalls kann man sich mithilfe eines Payment Providers absichern.

Lastschriftverfahren

Ein weiteres, sehr beliebtes Zahlungsmodel ist die Lastschrift. Besonders in Deutschland erfreut es sich größter Beliebtheit.

Für die Kunden hat die Bezahlung mittels Lastschrift nahezu dieselben Vorteile wie Bezahlung auf Rechnung. Passt mit der Lieferung etwas nicht, kann man ohne Erklärung den Kaufbetrag zurückbuchen lassen. Ist alles in Ordnung muss der Kunde an nichts mehr denken, die Abbuchung erfolgt automatisch.

Für den Händler besteht zwar immer noch ein geringes Risiko des Zahlungsausfalls, aber hier ist es wesentlich geringer als bei Zahlung auf Rechnung.

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PayPal

PayPal gehört zum Online-Riesen eBay und ist wahrscheinlich das bekannteste aller Online-Bezahlsysteme. Kunden akzeptieren es als schnelle und unkomplizierte Möglichkeit im Netz zu bezahlen.

Und obwohl man als Kunde relativ viele sensible Daten preisgeben muss, die Zahlung gar nicht so einfach storniert werden kann und das System immer wieder Hackerangriffen ausgesetzt ist, ist PayPal eines der wichtigsten Bezahlarten im Online-Handel. Für den Händler fallen nur niedrige Gebühren (je nach Umsatzgröße) an und das Risiko für Zahlungsausfälle ist sehr gering.

Sofortüberweisung

Bezahlungen mittels Sofortüberweisung sind wahrscheinlich die beliebteste Methode bei den Online-Händlern. Als Händler erhält man sofort die Bestätigung über die Zahlung und kann die Ware schnellstmöglich und ohne Risiko verschicken.

Allerdings erfolgt die Transaktion nicht direkt über die Banken, sondern über die „Sofort GmbH“, einer Tochter der Schwedischen Klarna Bank AG. Das ist nicht allen Kunden geheuer. Außerdem ist zu beachten, dass laut einem Gerichtsurteil die Sofortüberweisung keinesfalls als einzige Bezahlmethode im Web-Shop angeboten werden darf.

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Kreditkarte

Anders als im US-Amerikanischen Raum ist die Kreditkarte in unseren Breitengraden erst seit einigen Jahren ein beliebtes Zahlungsmittel geworden. Der Online-Handel hat einen großen Beitrag dazu geleistet. So gilt die Karte als eines der beliebtesten Zahlungsmittel und darf mittlerweile in keinem Online-Shop als Zahlungsart fehlen.

Zahlreiche Verbesserungen bei den Sicherheitskennzeichen, wie beispielsweise dem 3D-Secure-Verfahren, ist diese Form der Bezahlung sowohl für den Händler als auch für den Kunden sehr viel gefahrloser geworden.

Fünf nicht ganz so gängige Zahlungsarten

Giropay

Giropay ist ein Zusammenschluss der digitalen Bezahlverfahren giropay und paydirekt der deutschen Banken und Sparkassen. Der Vorteil ist, dass der Kunde weder sensible Daten preisgeben noch über eine Kreditkarte verfügen muss. Der Händler ist durch eine Zahlungsgarantie von Giropay abgesichert.

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Amazon Pay

Amazon Pay ist ein Angebot für Kunden, die bereits über ein Amazon-Konto verfügen. Zahlungen werden über den bestehenden Account abgewickelt, die Gebühren fallen für den Händler an.

Amazon selbst gibt dafür eine 87%ige Kaufabschlussrate an, wenn man ihr Bezahlsystem anbietet. Allerdings ist nicht geklärt, wie der Konzern mit den Kundendaten für ihre eigenen User-Analytics umgeht.

Nachnahme

Per Nachnahme zu zahlen ist unseren Zeiten eher unüblich geworden, dennoch wird diese Methode gerne in Online-Shops angeboten. Besonders bei der älteren Zielgruppe erfreut sich die Bezahlung an der Haus- oder Wohnungstüre noch großer Beliebtheit. Immerhin kann man da mit dem Postzusteller ein kleines Schwätzchen halten.

Für den Händler liegt der Vorteil auf der Hand: Wird nicht gezahlt, wird die Ware nicht ausgehändigt. Allerdings fallen, auch wenn das Paket abgelehnt oder nicht angenommen wird, Gebühren an.

Vorkasse

Die Zahlung mittels Vorkasse ist aufgrund vieler Betrügereien aus der Zeit gefallen. Auch wenn es für den Online-Händler natürlich die sicherste Variante ist, wird sie von Kunden gemieden.

Erstens muss man auf den Zahlungseingang warten, bevor die Ware überhaupt verschickt wird, und es gibt für die Käufer keinerlei Garantie für die Lieferung. Diese Methode findet eigentlich nur noch im B2B-Bereich statt.

Gutscheine

Gutscheine fallen zwar nicht unter gesetzliche Zahlungsmittel, sind aber eine wichtige Ergänzung des Angebotes im Online-Handel. Tatsächlich sind Gutscheine ein erfolgreiches Mittel im Marketingmix. Speziell Neukunden können so zu Stammkunden gemacht werden.

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Kategorie: Finanzen & Buchhaltung

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Angie Eichler ist gelernte Drucktechnikerin und ausgebildete Marketingkauffrau, seit 2004 ist sie selbstständig tätig und ihr beruflicher Werdegang führte sie von klassischer Werbung über div. Marketingaufgaben zur Leitung eines österreichischen Fachverlags. Seit 2012 lebt sie als freie Redakteurin und Texterin ihre Leidenschaft für das geschriebene Wort aus. Bei Bedarf kombiniert sie ihre organisatorische Kompetenz, ihre Kreativität und die Lust am Schreiben für Großprojekte wie die Entwicklung des Österreichischen Vorlesetags. Mehr unter http://www.angelads.at/.

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