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Rund ums Bloggen: A wie Arbeit / Ausbildung

Rund ums Bloggen: A wie Arbeit / Ausbildung

Anne Schwarz von neontrauma hat für 2016 eine tolle Aktion gestartet: das Blogger-Alphabet! Alle zwei Wochen gibt sie ein Blogger-Thema zu den Buchstaben A – Z vor und lädt andere Blogger ein, sich mit ihren Gedanken zu beteiligen.

Die Aktion startet mit A wie Arbeit / Ausbildung.

Zur Orientierung oder Inspiration stellt Anne ein paar Fragen, die ich im Folgenden einfach mal beantworte 🙂

Bloggst du über das Thema, mit dem du auch deine Brötchen verdienst?

In meinem „Offline-Leben“ bin ich Unternehmensberaterin für kleine und kleinste Unternehmen. Ihnen helfe ich bei der Strukturierung ihrer Abläufe und bei allen kaufmännischen Fragen.

Seit ich mich 2005 selbständig gemacht habe, stelle ich mir immer wieder die Frage: wie kann ich meine Leistung am Markt zeigen? Wie finde ich neue Wunschkunden? Ich arbeite in einem Bereich, den man schwer darstellen kann. Es gibt kein Produkt, das ich fotografieren und ins Netz stellen könnte, denn Firmeninterna darf ich natürlich nicht veröffentlichen.

So entstand 2010 die Idee, einen Blog zu starten, der sich mit all den Themen beschäftigt, die meine Kunden und mich den ganzen Tag umtreiben. Damit vielleicht andere Kunden erkennen, dass sie bei mir an der richtigen Adresse sind.

Gesagt getan und schon gab es das Unternehmerhandbuch 🙂

Es richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen, Selbständige und Existenzgründer, die nicht für jedes Thema eine Fachabteilung haben. Hier gibt es praktische Tipps zur Unternehmensführung, die man selbständig umsetzen kann.

Bis heute bin ich fasziniert davon, dass meine Ausgangs-Idee eigentlich gar nicht funktioniert hat, stattdessen aber auf einer anderen Ebene voll eingeschlagen ist. Das Unternehmerhandbuch ist zu einem eigenen Standbein meiner Selbständigkeit geworden. Ein ganz neues Business ist dadurch für mich entstanden. Verrückt!

Mittlerweile hat das Unternehmerhandbuch sogar noch zwei kleine Geschwister bekommen: 2014 das Elternhandbuch und 2015 das Ernährungshandbuch. Rund die Hälfte meiner Arbeitszeit dreht sich heute um meine Online-Projekte – damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet, als ich angefangen habe meine Unternehmens-Themen ins Netz zu stellen.

Daher blogge ich nicht nur über Themen mit denen ich meine Brötchen verdiene, mit Bloggen selbst verdiene ich mittlerweile einen Teil meines Lebensunterhaltes – herrlich!

Hast du beim Bloggen etwas gelernt, was dir im Job hilft – und umgekehrt?

Das Bloggen hat mir ganz viel Selbstbewusstsein gegeben. So ganz alleine in einem völlig neuen Gebiet durchzustarten erfordert schon eine Menge Mut und der Erfolg macht mich natürlich unfassbar stolz.

Auch inhaltlich profitiere ich (und damit auch meine Offline-Kunden) vom Bloggen. Ich lese viel, um neue Ideen für das Unternehmerhandbuch zu entwickeln, und dieses Wissen gebe ich natürlich auch an meine Kunden weiter. Auch andersrum funktioniert das. Wenn bei meinen Kunden ein neues Thema ansteht, blogge ich oft auch darüber und lasse so die Leser an den neu gewonnen Erkenntnissen teilhaben.

Ein Beispiel? Im Sommer 2015 habe ich für eine Düsseldorfer Eventagentur beim Thema „Organisation und Qualitätsmanagement“ unterstützt. Eine Zusammenfassung des WARUM und WIE schrieb ich danach fürs Unternehmerhandbuch: Organisationsentwicklung – so geht’s!




So profitieren alle meine beruflichen Bereiche immer wieder voneinander.

Mehr zum Thema „der Nutzen des Bloggens“ habe ich hier geschrieben: Bringt Bloggen überhaupt noch was?

Ist dein Blog vielleicht sogar dein Job?

Wie gesagt, mittlerweile bin ich Berufsblogger. Wobei ich in meinen Online-Projekten nicht allein tätig bin. Beim Unternehmerhandbuch unterstützt mich mein Redakteur Markus van Appeldorn und das Elternhandbuch betreibe ich gemeinsam mit meiner Freundin Nicole. Teilweise kaufe ich auch Texte für die Handbücher, wenn es um Themengebiete geht, mit denen ich mich nicht so auskenne.

Allein würde ich das alles auch gar nicht mehr schaffen, aber das ist ja auch nicht nötig. Meine ganz wichtige Erkenntnis aus den letzten Jahren: ohne Delegieren kommt man nicht voran.

Wer wachsen will, muss abgeben können! Klick um zu Tweeten

Mehr zum Thema „Aufgaben abgeben“ gibt es natürlich auch im Unternehmerhandbuch unter dem Stichwort  Delegation.

Führt deine Firma einen öffentlichen Unternehmensblog und / oder einen internen Blog?

Meine Firma – das bin ja nur ich 🙂 Da braucht es keinen internen Blog und mein „Unternehmensblog“ ist das Unternehmerhandbuch. Da steht zwar nichts über mich als Unternehmensberaterin drin, aber als Visitenkarte für meine Beratungsleistungen ist es sehr gut geeignet 🙂

Hast du bzw. würdest du deinen Blog in einer Bewerbung erwähnen?

Natürlich! Wobei ich als Selbständige das große Glück habe, mich nirgendwo bewerben zu müssen. Zumindest nicht im klassischen Sinn. Wenn ich mich bei neuen Kunden präsentiere ist es aber immer ein Thema, was ich sonst noch so treibe. Da ist so ein großes Fachmagazin wie das Unternehmerhandbuch natürlich eine tolle Referenz und sorgt immer wieder für Interesse und Gesprächsgrundlagen.

Ich bin stolz auf meine Online-Projekte und das zeige ich dann auch gern!

Findest du, dass Bloggen Arbeit ist?

Ja, wenn man das Bloggen so betreibt wie ich, dann ist das Arbeit. Und das ist gut so, denn ich kann mir wirklich keine angenehmere Art vorstellen, mein Geld zu verdienen. Ich kann arbeiten wann und wo ich möchte und ich bestimme selbst, was wann wichtig ist. Alles ist genau so, wie es zu mir passt.

Was kann es Schöneres geben?

Wie mein Blogger-Alltag aussieht könnt ihr übrigens hier lesen: So geht das mit dem Bloggen…

Und warum ich so glücklich mit meine Beruf bin habe ich hier beschrieben: Opfer bringen für den Unternehmenserfolg?

Und jetzt zurück an die Arbeit 🙂

Dies ist mein Beitrag zum Blogger-Alphabet: A wie Arbeit / Ausbildung. Danke für die tolle Idee, liebe Anne!

Foto: Rimma Zaynagova / shutterstock.com

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