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Die Online-Bewerbung aus Sicht des Arbeitgebers

Online-Bewerbung
Gastbeitrag von Valentin Kapfer

Das Internet gibt es wie wir es heute kennen seit nunmehr 25 Jahren. Das ist ein langer Zeitraum und man könnte daher glauben, dass es in seiner voller Bandbreite in unserer Gesellschaft angekommen ist.

Doch wenn man sich vor Augen führt, dass zum Beispiel der Buchdruck von seinem Vorreiter aus dem 9. Jahrhundert, dem Holztafeldruck, bis hin zum modernen Buchdruck im 15. Jahrhundert eine Entwicklung von mehreren Hundert Jahren vollzog, dann liegt die Vermutung nahe, dass sich auch das Internet erst in den Anfängen seines Werdegangs befindet.

Die Online-Bewerbung vereinfacht vieles

So lässt sich beobachten, dass der Einfluss des Internets immer weiter ansteigt. Nicht zuletzt gilt das natürlich auch für den Arbeitsmarkt. Viele Unternehmer verlangen bei der Ausschreibung von freien Stellen eine Online-Bewerbung. Das bietet wesentliche Vorteile für den Arbeitgeber:

  • Bei einem Arbeitnehmer, der eine professionelle Online-Bewerbung vorlegt, müssen Sie sich weniger Sorgen machen, ob er Schwächen im Umgang mit dem Internet oder Computern im Allgemeinen hat.
  • Die Bewerbung kommt sofort und ohne Umwege an.
  • Die elektronische Bearbeitung und etwaige Antwort spart Papier, Druckertinte und Portokosten.
  • Die Verwaltung ist sehr viel einfacher als bei gedruckten Bewerbungen, wo sich oftmals unübersichtliche Stapel von Bewerbungsmappen anhäufen.

Die Formen der Online-Bewerbung

Dabei gibt es verschiedene Wege, eine Online-Bewerbung anzubieten oder sogar dazu aufzufordern. Alle haben sowohl Vor- als auch Nachteile:

  • Online-Bewerbung

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    Ohne Aufforderung: Hier ist am meisten Eigeninitiative des Bewerbers gefragt. Er muss sich alle notwendigen Informationen selbst beschaffen. Das hat den Vorteil, dass von Anfang an aussortiert wird. Denn uninspirierte Arbeitnehmer betreiben den mit einer solchen Initiativbewerbung verbundenen Aufwand nur selten. Allerdings bleibt die Anzahl der Bewerbungen auch geringer als bei einer der beiden folgenden Varianten. Auch werden natürlich viele Initiativbewerbungen in Form einer klassischen Bewerbungsmappe oder in der falschen Abteilung Ihres Unternehmens ankommen.

  • Aufforderung ohne Online-Formular: Wenn Sie auf Ihrer Internetseite oder zum Beispiel in einem Internetportal zu Online-Bewerbungen auffordern ohne ein Bewerbungsformular bereitzustellen, lassen Sie dem Arbeitnehmer mehr Raum für Kreativität und eigene Ideen. Die Bewerbung wird wie beim vorherigen Punkt meistens an die dafür vorgesehen E-Mail-Adresse geschickt. Nachteil: Ohne Vorgaben zum Aufbau und Inhalt enthält die Bewerbung oft überflüssige Informationen oder anderweitig unbrauchbares Material.
  • Online-Formular: Hier stellen Sie dem Bewerber ein vorgefertigtes Formular zur Verfügung, dass er „nur“ noch ausfüllen beziehungsweise anpassen muss. So gehen sie sicher, dass die Bewerbung wirklich nur den Inhalt aufweist, den Sie auch wirklich benötigen. Allerdings lassen Sie weniger Raum für Eigeninitiative und Kreativität. So erfahren Sie oft weniger über den Bewerber als bei den zuvor genannten Varianten.

Wenn Sie effektive und erfolgreiche Arbeitsnehmer-Gewinnungsprozesse ermöglichen möchten, nutzen Sie die Vorteile einer E-Recruiting Software. Sie hilft Ihnen die Bewerbungen auszusortieren und die Top-Bewerber zu identifizieren.

Die Bewerbungsmanagement-Software bieten Ihnen außerdem die Möglichkeit, passende Stellenanzeigen  auf unterschiedlichen Online-Kanälen zu veröffentlichen und gleichzeitig die Kommunikation zu beschleunigen und zu vereinfachen.

Fazit

Sie sollten also sorgfältig abwägen, welche Formen von Online-Bewerbungen Sie gerne bekommen möchten oder ob Sie sogar ganz darauf verzichten möchten.

Die klassische Bewerbungsmappe genießt weiterhin einen hohen Stellenwert und ist vor allem für kleinere Unternehmen mit persönlicherem Charakter oft die bessere Lösung. In so einem Fall sollten Sie das auf Ihrer Internetseite deutlich machen, um nicht ungewünschte Bewerbungsformen zu erhalten.

Der Autor

Valentin KapferValentin Kapfer ist 21 Jahre alt und studiert Psychologie.

Mit dem Thema Bewerbungen kam er zum ersten Mal nach seinem Abitur in Verbindung, als er sich für verschiedene Praktika und eine Zivildienststelle bewarb. Hierzu schreibt er auf seinem Blog .

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