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Mut zur Farbe: Tipps für eine ansprechende Bürogestaltung

Farben

Wie stark Farben auch in Büroräumen wirken, wird oft unterschätzt. Direkt und indirekt beeinflussen Farben maßgeblich, wie wohl sich Mitarbeiter am Arbeitsplatz fühlen und wie produktiv sie tätig sind. Rot wirkt beispielsweise anregend, während Grün und Blau Farbpsychologen zufolge konzentrationsfördernd seien.

Selbstverständlich entscheidet schlussendlich der individuelle Geschmack darüber, welche Farben im Büroraum eingesetzt werden. Der folgende Artikel verrät, warum es sich für Unternehmen lohnt, sich mit farbgestalterischen Aspekten zu beschäftigen – und mit welchen Tricks Büroräume schnell farblich ansprechender erscheinen.

Mit kleinen farblichen Akzenten die Produktivität anregen

Am Arbeitsplatz gibt es unterschiedliche Optionen, um Farben effizient einzusetzen. Nicht immer muss es direkt ein neuer Anstrich sein. Schon geringe farbliche Veränderungen können auf machtvolle Weise psychologisch wirken: Indem sie Emotionen erzeugen oder beeinflussen, ob Mitarbeiter Räume abweichend von ihren tatsächlichen Abmessungen größer oder kleiner wahrnehmen. Selbst kleine, bunte Veränderungen bewirken also, dass eine positivere Arbeitsatmosphäre im Büro entsteht.

Um farbgestalterisch umzugestalten, hilft es bereits, kleine farbliche Tupfer in der eigenen Lieblingsfarbe in Sichtweite zu positionieren. Dies können bunte Notizbücher, aber auch Kugelschreiber sein. Auch weitere Gegenstände des täglichen Bürobedarfs wie etwa individuelle Stempel mit farbigen Stempelkissen hellen als mehrfarbige Helfer triste Tage auf.  Ob Datum- oder Grafikstempel: Als praktische Bürohelfer in bunten Farben erleichtern sie nicht nur die alltägliche Arbeit, sondern verbreiten darüber hinaus gute Laune.

Dasselbe Prinzip gilt ebenso für Ordnungsmittel wie Mappen, Büroklammern, Ablagen, Etiketten oder Registerkarten. Farbfamilien sollten bei der Wahl jedoch berücksichtigt werden, damit kein unübersichtliches Chaos entsteht.

Grundregeln zum farblichen Gestalten von Büroräumen beachten

Um mit Farbkombinationen einen positiven Effekt zu erreichen ist es angebracht, einige grundlegende Regeln zu beherzigen:

  • Farben aus dem wärmeren Spektrum machen Büroräume optisch kleiner. Kalte Farben können hilfreich sein, einen Raum größer wirken zu lassen.
  • Helle Farben sollten im oberen Teil des Raumes, dunkle im unteren Teil sichtbar sein.
  • Kräftige Farben müssen nicht flächendeckend eingesetzt werden, da sie selbst in kleinen Mengen intensiv erscheinen.
  • Farbliche Kombinationen sind den Mitarbeitern entsprechend auszuwählen. In männerdominierten Branchen etwa bieten sich maskuline Farben an. Im Zweifelsfall gilt es, dem Wohlbefinden der Mitarbeiter oberste Priorität einzuräumen – und diese vorab nach ihren Wünschen zu fragen.
  • Farben wirken erst im Zusammenspiel miteinander. Deshalb raten Experten dazu, Büroräume in mindestens drei verschiedenen Farben zu gestalten. Sie empfehlen ein Verhältnis von 70, 20 sowie fünf bis zehn Prozent. Wer bei zwei Farben bleibt, sollte einen zehnprozentigen Weißanteil beibehalten.
  • Ebenso wichtig ist es, den farbigen Raum in zwei Achsen aufzuteilen. Auf der einen Seite kommen beruhigende, angenehme Farben wie Cremetöne und helle Farben vor. Einen Kontrast bildet die andere Seite mit anregenden und spielerischen Nuancen.
  • Lange Eingangs- oder Flurbereiche lassen sich mit einem kräftigen Wandanstrich optisch verkürzen.
  • Damit es Besuchern leichter fällt, nach einer Konferenz den Ausgang zu finden, kann dieser Orange oder Rot gehalten sein.

Warme Farben regen die Kreativität an

Widmen wir uns nun der Wirkung, die warme Farben im Büroalltag hinterlassen.

Rote Farbtöne stehen positiv betrachtet für eine wärmende, kreative und selbstsichere Atmosphäre. Aus einem negativen Blickwinkel heraus kann Rot allerdings auch aggressiv oder wütend wirken. Deshalb empfiehlt es sich, diese auffällige Signalfarbe nicht oder nur in geringen Mengen als Wandfarbe zu einzusetzen.

Gelbe Farben assoziieren viele Menschen automatisch mit der Sonne. Sie steht sinnbildlich für Wärme, aber auch für eine glückliche und zufriedene Lebensweise.

Orange Farbtöne verstärken Experten zufolge die Bereitschaft, mit anderen zu kommunizieren. Daher können sie sich sparsam eingesetzt gesprächsförderlich auswirken.

Deshalb bietet es sich aus farbpsychologischer Sicht an, Entspannungs- oder Meetingräume teilweise in Gelb oder Orange zu streichen. Insbesondere Gelb kann die geistige Aktivität ankurbeln, während Orange Räume lebendiger erscheinen lässt.

Vorsicht ist auch hier hinsichtlich der Signalfarben angebracht: Ein zu kaltes Gelb nehmen viele Menschen schnell als stressfördernd wahr. In Räumlichkeiten, in denen kritische Gespräche geführt werden, sollte Gelb daher lieber sparsam zum Einsatz kommen.

Blaue Farben beruhigen und entspannen gestresste Gemüter

Die Farbpsychologie verbindet Blau zunächst mit dem Meer oder dem Himmel. Die Farbe steht aber auch für Treue, Ruhe und Träume. In Räumen kann Blau eine Form des unendlichen Seins und tiefer Ruhe symbolisieren, was nervlich entlastet.

Solche Wandfarbe eignet sich daher für Unternehmen, die eine ruhige Arbeitsatmosphäre wünschen oder häufig schwierige Probleme zu lösen haben. In Räumen, in denen Besprechungen auf der Tagesordnung stehen, bietet sich diese Farbe ebenfalls an. Sie vergrößert aufgrund ihrer konzentrationsfördernden Effekte die Chance, gemeinsame Ziele in einem Meeting zu erreichen.

Vitalisierendes Grün reduziert den Stress

Grün versteht sich im Büro als ruhiger Gegenpol zum hektischen Alltag. Die Farbe entfaltet einen vitalisierenden, stressmindernden Effekt. Insbesondere dann, wenn die am Arbeitsplatz vorherrschenden Lichtverhältnisse nicht optimal sind, erweist sich Grün als nützlich.

Da Büroräume nicht in jeder Branche mit bunten Wandfarben aufwarten können, setzen schon grüne Farbtupfer oder Zimmerpflanzen entsprechende Akzente.

Neutrale Farben für kleine Büroräume

Helle Puderfarben oder Weiß gehören der Gruppe der neutralen Farben an. Sie leuchten nur mäßig und betonen somit die Weite eines Raumes. Kleine Büroräume, in denen nur wenige Mitarbeiter arbeiten, können durch den Einsatz heller Farben optisch größer erscheinen.

Gleichzeitig tragen neutrale Farben in nicht zu unterschätzender Weise zum körperlichen Wohlbefinden bei. Wie stark sie wirken, hängt davon ab, mit welchen auffälligen Nuancen sie kombiniert werden. Da Weiß beispielsweise dauerhaft die Augen ermüdet, sollte es entweder getönt oder zusammenspielend mit anderen Farbvarianten auftreten.

Innovative Wandfarben-Tools liefern einen realistischen Vorab-Eindruck

Verantwortliche und Mitarbeiter sind sich uneinig darüber, welche Farben im Büro zur Geltung kommen sollen? In diesem Fall schaffen zukunftsfähige Smartphone-Apps schnell Abhilfe.

Einen Schritt hin zur Augmented Reality machen innovative Tools wie etwa die „Dulux Visualizer“-App. Mithilfe der eigenen Smartphone-Kamera bildet sie eigene Büroräume in den gewünschten Farbtönen ab. Auf Basis der zugrundeliegenden Räume unterbreitet die App ebenfalls Vorschläge, um das Büro farblich ansprechender aussehen zu lassen.

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