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Von der Idee zum bedruckten Produkt in 5 Schritten – wie funktioniert der Druckprozess?

Druckprozess
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In diesem Beitrag erfahren Sie die fünf Schritte, die Sie benötigen, um von der Idee, bis hin zum fertig bedruckten Produkt zu gelangen.

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Verfasst ist der Beitrag von Völker Industrie Drucke aus Heilbronn, die sich seit über 40 Jahren mit dem Thema Druck erfolgreich auseinandersetzen.

Schritt 1: Entwickeln einer Gestaltungsidee für Druckerzeugnisse

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Sie müssen kein Profi sein, um ein Design für Druckerzeugnisse zu erstellen. Was Sie brauchen, ist eine gute Idee.

Klare Formen und Gestaltungen Ihrer Entwürfe sind hierbei sehr wichtig. Achten Sie darauf, dass Ihre Idee auf den ersten Blick ersichtlich ist. Denn dadurch sichern sie die spätere Qualität des Produkts.

Um das Design richtig zu gestalten, sollten mehrere verschiedene Varianten davon erstellt werden. Sogar dasselbe Design kann mit kleinen Änderungen wie beispielsweise der Farbe, Größe oder Textur komplett anders aussehen.

Bei der Verwendung unterschiedlicher Schriftarten sollten Sie sicherstellen, dass sie kontrastreiche Unterschiede aufweisen, da Ihr Entwurf sonst unordentlich aussieht. Auch Fotos können als Druckvorlage verwendet werden. Mischen Sie verschiedene Elemente um Ihr einzigartiges Design zu entwickeln. Die Bühne gehört Ihnen, also tun Sie, was immer Sie sich vorstellen können!

Zu guter Letzt, denken Sie an Produkte, die Sie gerne bedrucken möchten. Wählen Sie das richtige Druckverfahren für Ihr Produkt aus, da es das endgültige Aussehen Ihres Designs maßgeblich beeinflusst. Dazu mehr im nächsten Kapitel.

Schritt 2: Die Wahl des richtigen Druckverfahrens für Ihr Produkt

Bei der Wahl einer grafischen Drucktechnik ist eine umfassende Betrachtung des Verfahrens, der Ausrüstung und der Medien, welche verwendet werden, erforderlich.

Es gibt viele verschiedene Arten von Druckverfahren, die sich ständig weiterentwickeln. Jede Art eignet sich für einen anderen Bedarf, was bedeutet, dass Unternehmen eine Drucktechnik wählen sollten, die ihre Produkte oder Dienstleistungen am besten zur Geltung bringt.

Was sind also die verschiedenen Druckarten und wie unterscheiden sie sich voneinander? Hier sind sieben der bekanntesten und am häufigsten verwendeten Arten:

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Offsetdruck

Der Offsetdruck, oft auch als Offset-Lithografie genannt, ist eine sehr beliebte Methode des Massenproduktionsdrucks. Hauptsächlich kommt der Offsetdruck im Papierdruck zum Einsatz.

Es handelt sich dabei um Druckplatten, in der Regel aus Aluminium, die jeweils ein Bild des zu druckenden Inhalts enthalten.

Diese Platten werden dann auf Walzen oder Gummitücher übertragen, bevor sie auf das Druckmedium, das jede gewünschte Papiersorte sein kann, übertragen werden. Die Druckmedien kommen nicht mit den Metallplatten in Kontakt, was die Lebensdauer der Platten verlängert.

Darüber hinaus ermöglicht das flexible Material der Walzen oder Gummitücher den Einsatz der Offsetlithografie auf allen Medien mit rauen Oberflächen.

Die Offset-Lithografie eignet sich auch hervorragend für die Herstellung von Bildern in gleichbleibend hoher Qualität und kann für kleine oder große Druckaufträge eingesetzt werden.

Sie ist auch eine vielseitige Wahl, da sie auf jeder ebenen Oberfläche drucken kann, unabhängig davon, ob diese glatt wie Papier oder rau wie Leinwand ist.

Flexodruck

Dieser hat seinen häufigsten Einsatzzweck bei der Bedruckung von Verpackungen und Etiketten. Alles mit einem fortlaufenden Mustern wie zum Beispiel eine Tapete oder ein Geschenkpapier, wird im Flexodruck bedruckt.

Der Flexodruck ist die moderne Version des Buchdrucks und wird häufig zum Drucken auf unebenen Oberflächen verwendet. Diese Art des Drucks verwendet schnelltrocknende, halbflüssige Druckfarben und kann für Aufträge mit hohen Stückzahlen verwendet werden.

Es werden flexible photopolymere Druckplatten verwendet, die auf einer Rollendruckmaschine um rotierende Zylinder gewickelt werden. Diese eingefärbten Platten tragen ein leicht erhabenes Bild des Inhalts auf sich. Der Flexodruck ist wegen seiner hohen Druckgeschwindigkeiten, seiner Eignung für hohe Auflagen und seiner Fähigkeit, auf einer Vielzahl von Medien anwendbar.

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Siebdruck

Häufig verwendet für das Drucken von Logos und Grafiken auf Textilien. Er kann aber auch für Papier und Metall verwendet werden.

Der Siebdruck ist eine Drucktechnik, bei der feines Material oder Gewebe verwendet wird, um ein Bild auf ein anderes Material zu übertragen. Das Gewebe wird gespannt, so dass ein Sieb entsteht und Tinte gegen das Gewebe gepresst wird, um das Bild erfolgreich zu drucken.

Beim Siebdruck muss vorab viel Aufwand investiert werden. Daher wird er am besten für den Druck von sich wiederholenden Objekten in großen Mengen verwendet. Für kleine Stückzahlen ist er nicht sehr kostengünstig. Aber wenn Sie eine große Menge desselben Bildes benötigen, ist es eine sehr kostengünstige Druckmethode.

Tampondruck

Häufig verwendet für das Bedrucken von Plastik und Metallteilen. Der Tampondruck wird oftmals für Objekte mit komplizierten dreidimensionalen Geometrien oder unregelmäßigen Formen sowie bei strukturierten Oberflächen eingesetzt.

Aus einer grafischen Vorlage wird ein Mattfilm mit dem jeweiligen Druckmotiv erstellt. Dieser Mattfilm dient als Grundlage für die Herstellung der Druckplatte, dem sogenannten Klischee.

Anschließend wird dieses Klischee auf der Maschine montiert und mit einem Farbtopf besetzt, der mit einem integrierten Rakelmesser zugleich als Dichtung fungiert. Das Klischee bewegt sich nun unter dem (Rakel-)Topf vor und zurück und sorgt dafür, dass nur die benötigte Farbe in die Vertiefung (Druckmotiv) des Klischees gelangt.

Der aus elastischem Silikon bestehende Tampon nimmt im Anschluss die Farbe aus dem Klischee auf und gibt sie auf dem Bedruckstoff ab. Durch die hohe Flexibilität des Silikons, kann sich der elastische Tampon optimal dem zu bedruckenden Stoff anpassen.

Im Tampondruck erhält man extrem genaue und zuverlässige Bildergebnisse.

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Digitaldruck

Häufig verwendet für: Plakate und Beschilderungen, Etiketten, Rundbriefe, Speisekarten und Briefe.

Der Digitaldruck ist ein modernes Verfahren, das eine Vielzahl verschiedener Techniken einschließlich Tintenstrahldruck und Laser umfasst.

Beim Digitaldruck werden Bilder mit Hilfe digitaler Dateien wie PDFs direkt an den Drucker gesendet.

Dies macht eine Druckplatte überflüssig, die bei anderen Druckarten wie der Lithografie verwendet wird, und kann Zeit und Geld sparen (es sei denn, es wird in hohen Auflagen gedruckt).

Der Digitaldruck ermöglicht schnelle Durchlaufzeiten und  eignet sich hervorragend für Aufträge in kleinen Auflagen – Anfragen können bereits ab einem Stück gestellt werden.

Wenn Sie sich für den Digitaldruck entscheiden, kann er eine kostengünstige Methode darstellen, die dennoch qualitativ hochwertige Drucke produziert, die denen der anderen, größeren Optionen ähnlich sind.

3D-Druck

Häufig verwendet für den Druck von Objekten.

Der 3D-Druck ermöglicht  das Drucken dreidimensionaler Objekte. Die gewünschten Objekte in verschiedenen Formen und Größen werden mit Hilfe digitaler Modelldaten aus 3D-Modellen erstellt.

Additive Mischungen werden dann miteinander verschmolzen, um dieses 3D-Objekt zu drucken.

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Digital/UV Druck

Häufig verwendet für eine Vielzahl von Materialien. Fast jedes Material kann bedruckt werden, ob beschichtet oder unbeschichtet, ob Kunststoff, Glas, Holz oder Metall.

Es handelt es sich um eine Form des Digitaldrucks, bei der UV-Licht (ultraviolettes Licht) zum Trocknen der Tinte während des Druckvorgangs verwendet wird. Der Trocknungsprozess, der auch als UV-Härtung bekannt ist, ist einzigartig und unterscheidet sich von den anderen Druckverfahren, da er augenblicklich erfolgt.

Im Gegensatz zu vielen anderen Druckmethoden ist der UV Druck nicht auf die Art des Bedruckstoffs (Druckmaterialien) oder auf bestimmte Druckaufträge beschränkt.

Schritt 3: Umwandlung Ihrer Design-Idee in eine Druckdatei

Egal, ob Sie Ihrem bestehenden Kunstwerk den letzten Schliff geben wollen oder ob Sie mit einer leeren Leinwand beginnen, Sie müssen Ihren Entwurf in eine Druckdatei umsetzen.

Eine der gängigsten Software, mit der Sie Ihre Druckdateien erstellen können, ist Adobe Photoshop und Adobe Illustrator. Dies sind jedoch professionelle Werkzeuge, die für die meisten Design- und E-Commerce-Einsteiger mit Kosten verbunden sind, die sie nicht bereit sind zu zahlen.

Glücklicherweise gibt es auch großartige, kostenlose Alternativen, die grundlegende Funktionen bieten, die zur Erstellung einer Druckdatei genügen sollten.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, eine Druckdatei selbst zu erstellen, übergeben Sie diese Aufgabe einem Fachmann. Es gibt eine große Auswahl an Grafikern und Designbüros die diesen Dienst anbieten.

Schritt 4: Behalten Sie die technischen Anforderungen im Auge

Egal, ob Sie eine Druckdatei selbst erstellen oder ob dies jemand anderes für Sie tut, nehmen Sie sich die Zeit, um sicherzustellen, dass Ihre Designs druckfertig sind. Sie können Ihr Design nicht in eine Druckdatei umwandeln und erwarten, dass es auch perfekt auf dem Produkt aussieht.

Folgende grundlegenden grafischen Anforderungen sollten Sie sorgfältig beachten, damit Ihre Entwürfe so gut wie möglich aussehen:

  • Maximale Größe des Druckbereichs des Produkts
  • Empfehlungen zur Auflösung von Dateien
  • Akzeptierte Druckdateiformate (pdf, ai, png, eps oder andere)
  • Transparente Hintergründe verwenden

Diese Informationen hängen von der gewählten Druckart ab.

Vermeiden Sie die Verwendung von Hintergrund, es sei denn, er ist Teil Ihres Designs. Selbst wenn ein Produkt, auf das Sie drucken möchten, die gleiche Farbe wie der Hintergrund Ihres Designs hat, wird der Farbunterschied zwischen Material und Druck sichtbar sein.

Denken Sie daran, dass das was Sie auf einem Computerbildschirm sehen, vielleicht auf dem Produkt nicht optimal aussieht. Dies ist besonders häufig bei Entwürfen, die halbtransparente Bereiche enthalten. Diese lassen sich nicht gut drucken.

Beachten Sie auf jeden Fall die grafischen Anforderungen an den Druckprozess, dann steht der Umsetzung für den Druck auf Ihr Produkt nichts mehr im Weg.

Schritt 5: Umsetzung über die Druckerei

Wichtig ist im letzten Schritt die richtige Wahl der Druckerei. Viele Druckereien bieten beispielsweise mehrere Formen des Drucks an, die wir ihnen in Punkt 2 vorgestellt haben.

Dies kann auch ein großer Nachteil sein: Viele multimedialen Druckereien spezialisieren sich nicht auf ein oder zwei konkrete  Druckverfahren und es mangelt an Expertise. Hier kann es zu falschen Beratungen und letztendlich zu falschem Umgang mit dem Material ihres Produkts kommen.

Deshalb ist es wichtig, die richtige Druckerei für ihr zu bedruckendes Produt auszuwählen.

Haben sie sich schon für ein Druckverfahren entschieden, so ist es oft kostengünstiger und langfristig nachhaltiger eine Druckfirma direkt zu kontaktieren. Lassen sie sich hier von der Größe der Druckereien nicht beirren! Auch kleinere Unternehmen können mit langjähriger Erfahrung und Know-how punkten.

Bei der Auswahl der für sie passenden Druckerei sollte jedoch auch der Standort als wichtiger Faktor in die Entscheidungsfindung miteinbezogen werden.

Oft lagern Firmen ihre Produktion ins Ausland aus. Vor allem Südostasiatische Länder sowie die Republik China sind beliebt, da Arbeitskräfte deutlich weniger Zahlen und auch andere Vorschriften in der Nutzung von Farbe, Lösungsmittel und Reinigung gelten.

Dies führt leider in vielen Fällen zu schlechten Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden, sowie letztendlich auch oft mangelnde Qualität des Drucks.

Vergessen sie hier auch lokale Druckunternehmen nicht. Die vielleicht etwas höheren Kosten sparen sie sich durch einen geringeren Logistikaufwand sowie schnellere Abwicklung wieder ein.

Außerdem ist eine lokale Produktion im eigenen Markt sowohl für für die Umwelt nachhaltiger als auch für das Image ihres Unternehmens.

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