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Gemeinsam geht’s leichter: Wie ein Erfolgspartner gerade in schwierigen Zeiten hilft, fokussiert zu bleiben

Erfolgspartner
Gastbeitrag von Ulrike Stahl

Welche Aufgabe soll man jetzt konkret anpacken und wie diese in dem Chaos zu Ende führen? Wenn er auch keine Antwort darauf geben kann, so ist er bei der Lösungsfindung gerade in schwierigen Zeiten trotzdem sehr hilfreich: Der Erfolgspartner. Denn er unterstützt uns dabei, fokussiert zu bleiben und produktiv an unseren Zielen zu arbeiten.

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Beim Sport hilft es, sich zu verabreden. Ohne ist es einfach zu verführerisch, ihn ausfallen zu lassen oder weniger zu machen, wenn die einzige Person, vor der wir das begründen müssen, wir selbst sind. Dann ziehen wir uns Sonntagmorgen um 8:00 Uhr bei strömendem Regen lieber noch einmal die Decke über den Kopf.

Warten allerdings ein oder sogar mehrere Laufpartner auf uns, wollen wir uns nicht die Blöße geben und sind hinterher umso stolzer, dass wir unsere Runde sogar bei Regen absolviert haben.

Schließlich verpflichten wir uns gegenseitig dazu.

So viele Herausforderungen und Möglichkeiten

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Alleine, überfordert und voller Ängste, wie man das alles schaffen soll. Home-Office schön und gut, aber nicht immer lassen sich die Arbeitsräume in der Wohnung gut verteilen. So wird der Esszimmertisch schnell mal zum Schreibtisch. Und zwischen einer Telefonkonferenz mit dem Kunden und einem virtuellen Meeting mit den Kollegen findet Homeschooling statt.

Nebenbei will die tägliche Versorgung sichergestellt sein. Und abends darf man sich nicht einmal mit seinen Freunden auf ein Glas Bier treffen. Dafür prasseln noch mehr Informationen auf uns ein. Kein Wunder, wenn man da nur allzu leicht den Fokus verliert.

Dabei müssten wir gerade jetzt so vieles erledigen. Vorgänge, die Konzentration erfordern. Anträge müssen ausgefüllt, Steuerstundung oder Kurzarbeitergeld beantragt und dringend ein Liquiditätsplan aufgestellt werden. Der Kundenkontakt darf nicht verloren gehen. Dabei fällt es unendlich schwer, jetzt zum Telefonhörer zu greifen. Jedes Gespräch kostet unendlich viel Kraft. Und E-Mails fallen auch nicht leichter, weil wohlüberlegt sein soll, was dort schwarz auf weiß geschrieben steht.

Wir haben Hemmungen und Bedenken – und manchmal vergeht ein ganzer Tag sogar mit völliger Untätigkeit. Dabei tun sich auf der anderen Seite auch viele neue Möglichkeiten auf. Man müsste sich nur dazu aufraffen können, endlich wieder aktiv zu werden.

Höhere Produktivität dank Erfolgspartnerschaft

Viele, die derzeit erstmals im Home-Office arbeiten, merken relativ schnell: Auch wenn wir getrennt arbeiten … sind wir nicht alleine. Auch ohne persönlichen Kontakt können wir uns per Telefon oder Team-Messenger wie Slack oder RocketChat austauschen. Verabredungen funktionieren über WhatsApp oder Skype genauso.

Diese Erfahrung lässt sich auch auf die eigene Produktivität übertragen: Auch wenn wir etwas selbst tun müssen, wie die oben genannten Anträge auszufüllen oder endlich unseren Ess-/Schreibtisch aufzuräumen … wir müssen das nicht alles alleine bewältigen.

Aber wie findet man einen Erfolgspartner? Wo ist der oder die eine? Jemand, der genauso interessiert daran ist, produktiv zu bleiben und den Fokus zu halten? Und warum kann ich nicht einfach meinen Mann oder meine Frau nehmen – schließlich sitzen sie derzeit ja eh oft nebenan?

Nachfolgende Punkte geben Antworten darauf. Denn gerade jetzt ist es leichter denn je, einen Erfolgspartner zu finden – vorausgesetzt wir gehen auch hier strukturiert vor:

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1. Die Suche

Für eine Erfolgspartnerschaft kann eine zu enge Freundschaft oder gar eine Beziehung hinderlich sein. Oft ist es sogar besser, weil bereichernder, wenn die Erfolgspartner vom Typ und Hintergrund her verschieden sind.

Ein ehemaliger Kommilitone oder jemanden, den man bei einem Seminar kennengelernt und mit dem man sich gut unterhalten hat. Auch berufliche Netzwerke, wie XING oder LinkedIn bieten eine Fundgrube an möglichen Erfolgspartnern.

Sie denken spontan an jemanden? Los geht’s! Sprechen sie denjenigen oder diejenige einfach darauf an. Erklären Sie, worum es geht und fragen Sie, ob die Person Interesse hat, eine Erfolgspartnerschaft auszuprobieren.

2. Der Start

Wichtig ist, sich darüber auszutauschen, was jeder von der Erfolgspartnerschaft erwartet und welche Ziele beide damit verfolgen. Eine Probezeit kann sinnvoll sein, um gegenseitig zu prüfen, ob man den richtigen Erfolgspartner gefunden hat und gemeinsam auf einem guten Weg ist.

Erfolgspartnergespräche sollten fest vereinbart und zuverlässig in regelmäßigen Abständen geführt werden. Wöchentlich oder in der aktuellen Situation vielleicht sogar täglich, am besten zu einer festen Uhrzeit. Im ersten Schritt definiert jeder seine Aufgabe und bis wann er sie erledigt haben möchte.

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3. Die regelmäßigen Gespräche

Wichtig ist ein für beide Seiten angenehmen Zeitrahmen. 30 Minuten wöchentlich, bei täglichem Rhythmus 10-15 Minuten reichen vollkommen aus, wenn konzentriert kommuniziert wird.

Der Ablauf sollte dabei immer gleich sein: Erfolgspartner A berichtet, was er seit dem letzten Gespräch umgesetzt hat und wie es gelaufen ist. Wenn er Feedback oder Ideen braucht, bittet er darum. Erfolgspartner B fragt nach und erinnert gegebenenfalls an Vereinbarungen. Dann definiert A, welche Schritte er bis zum nächsten Gespräch unternehmen wird.

Nun folgt B mit demselben Ablauf. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die vereinbarte Zeit beiden gleichmäßig zugutekommt.

Los geht’s!

Wollen wir eine höhere Zielerreichungsquote von immerhin 95 % sollten wir uns auf die Suche nach einem Erfolgspartner machen.

Warum? Irgendwie sitzen wir doch alle in einem Boot. Und nichts setzt so viel Energie frei wie der Haken hinter einer erledigten Aufgabe. Und wenn wir uns jemand anderem gegenüber verpflichten, etwas zu tun, ist es viel wahrscheinlicher, dass wir es tatsächlich tun, als wenn wir es uns einfach nur vornehmen. Erinnern wir uns doch einfach an unsere Laufgruppe beim Sport.

Die Autorin

Ulrike Stahl

Foto: Kersti Niglas

Ulrike Stahl ist eine gefragte Rednerin – auf der Bühne und online – Autorin und Expertin für Zusammenarbeit und das neue WIR im Business. Sie moderiert live oder remote Zukunfts-Cafés sowie Meetings mit Liberating Structures.

Wie geht konkurrenzlos erfolgreiche Zusammenarbeit? Wie entwickeln wir eine WIR-Kultur für uns selbst, in unseren Unternehmen und Verbänden? Darauf gibt sie Antworten, die wirken.

Sie ist Autorin des Buches „So geht WIRTSCHAFT! Kooperativ. Kollaborativ. Kokreativ.“ – laut Handelsblatt eines der besten Wirtschaftsbücher.

Mehr Infos unter: www.ulrike-stahl.com

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Titel: So geht WIRTSCHAFT: Kooperativ. Kollaborativ. Kokreativ.*

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Inhalt: Nach wie vor herrscht in vielen Unternehmensbereichen das klassische Silodenken: Guerillakämpfe zwischen den Abteilungen, Boykott zwischen CEO und Abteilungsleitern, schnelle Gewinnmitnahmen statt nachhaltiger Win-Win-Lösungen. Doch das bringt uns in der heutigen Wissensgesellschaft nicht weiter. Es ist an der Zeit, umzudenken.

Kooperation eröffnet neue geschäftliche Spielräume: Komplexe Aufgaben werden in kürzester Zeit kollaborativ über Abteilungs-, Länder- und Unternehmensgrenzen hinweg gelöst, kokreativ entstehen zukunftsweisende Innovationen. So geht WIRTSCHAFT heute!

Aber wie bereit und fit sind wir für den notwendigen Wandel? Wie fördert der W.I.R.-Mindset Kooperation? Und wie sind wir auch weiterhin erfolgreich?

Ulrike Stahl ist dem kooperativen Denken und Handeln auf der Spur und illustriert gekonnt, was den Unterschied macht.

Gebundene Ausgabe: 200 Seiten
Verlag: metropolitan
ISBN-13: 978-3961860012
Preis: 29,95 EUR

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