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Gebrauchte Geschäftswagen verkaufen – so holen Sie den besten Preis raus

Geschäftswagen verkaufen

Wer seinen Gebrauchtwagen verkaufen will, muss einen Käufer finden – vor allem aber erst einmal den richtigen Preis. Inseriert man sein Fahrzeug zu teuer, wird sich erst gar kein Interessent melden – und die Kosten für das Inserat sind rausgeschmissen Geld. Bietet man dagegen zu günstig an, verschenkt man unnötig Geld.

Genauso wie als Käufer ist man daher als Verkäufer gut beraten, einen marktgerechten Preis für sein Fahrzeug zu recherchieren.

Schäden und Mängel senken den Wert erheblich

Manche Modelle sind gefragt wie das sprichwörtliche geschnitten Brot, andere bekommen vom langen Stehen quadratische Reifen – die Marktgängigkeit ist entscheidend für den Wert eines Gebrauchten. Doch auch die so populären Riesen-SUV oder etwa Luxus-Limousinen unterliegen gerade in den ersten drei Jahren einem wesentlich dramatischeren Wertverlust als Fahrzeuge der Kompaktklasse.

Innerhalb dieser Marktgängigkeit und Marktgesetze bestimmt sich der Wert eines Fahrzeugs im Wesentlichen nach den drei Faktoren Alter, Laufleistung und Zustand. Käufer setzen einen Zustand voraus, der dem Alter und der Laufleistung entspricht. Das heißt, Beschädigungen, Dellen, grobe Kratzer oder gar Unfallschäden sind in keinem Alter akzeptabel und mindern den Wert erheblich.

Eine schnelle und einfache Möglichkeit, für sein Fahrzeug einen Durchschnittswert zu ermitteln, bietet eine kostenlose Autobewertung im Internet. Wenn man über die Suchfunktion sein Auto möglichst genau beschreibt, bekommt man schon einen sehr guten Überblick über die auf dem Markt gezahlten Preise. Einen verlässlichen Anhaltspunkt bietet diese Recherche aber nur, wenn ein Fahrzeug über bloße altersgemäße Verschleiß- und Abnutzungsspuren hinaus keine weiteren Mängel aufweist.

Professionelle Aufbereitung als Wertsteigerungs-Rakete

Besonders bei hochwertigen Gebrauchtwagen, kann es ratsam sein, das Auto von einem Gutachter schätzen zu lassen. Das kostet zwar, aber ein professionelles Gutachten ist ein starkes Argument bei Preisverhandlungen. Gutachter findet man im Internet, auch Automobilclubs wie der ADAC können vermitteln oder eventuell gleich selbst ein Gutachten anfertigen.

Für den zu ermittelnden Wert spielt der optische Zustand des Wagens eine erhebliche Rolle. Einmal durch die Waschanlage und innen reinigen ist sowieso unerlässlich.

Aber mehr ist mehr. Die Investition in eine professionelle Aufbereitung kann wirken wie ein Sparbuch mit 100 Prozent Mindest-Verzinsung. Je nach Aufwand kostet so eine Aufbereitung rund 200 Euro. Dafür wirken die Polster anschließend wie frisch bezogen und der Lack so brillant wie am Tag der Erstzulassung. Vor allem kümmert sich der professionelle Aufbereiter auch um diese schwer zugänglichen Stellen, die man selbst aus Bequemlichkeit garantiert vernachlässigen würde. Eine Top-Aufbereitung steigert das Wertgutachten garantiert um ein paar hundert Euro und oft gar um einen vierstelligen Betrag.

Die Ausstattung – teure Extras halten Gebrauchtwagenkäufer für selbstverständlich

Ja, die Ausstattung ist natürlich auch ein wesentlicher Wertfaktor – allerdings ist der Wert von Sonderausstattungen oft schwer einzuschätzen. Sie verlieren wesentlich schneller an Wert, als das Fahrzeug.

Dazu kommt: Viele Sonderausstattungen werden vom Markt als selbstverständlich vorausgesetzt, aber nicht extra bezahlt. Die Klimaanlage etwa – ohne ist ein Fahrzeug kaum noch verkäuflich.

Dennoch gibt es viele Sonderausstattungen, die den Wert eines Fahrzeugs beträchtlich steigern können. Noble Lederausstattungen etwa gehören dazu, wenn die Farbe nicht allzu exotisch ist. Für ein besonderes HiFi-Klangerlebnis dagegen ist kaum ein Käufer bereit, extra viel zu zahlen. Es gibt sogar sehr raffinierte technische Sonderausstattungen, die den Preis eines Fahrzeugs senken können – etwa weil sie sich als fehleranfällig erwiesen haben.

Die Gewährleistungsfalle für Gewerbetreibende

Einen guten Überblick über die gängigen Preise kann auch die Recherche bei Händlern bieten. Freilich, Händler werden im Ankauf meist deutlich weniger zahlen, als man beim Privatverkauf erlösen kann. Die Recherche eröffnet aber die Sicht über die Spannbreite, was der Markt für Händlerfahrzeuge (mit Gewährleistung) zu zahlen bereit ist und was für privat erworbene.

Geschäftswagen verkaufen

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Wer einen Geschäftswagen verkaufen möchte, für den kommt in der Regel eh bloß der Verkauf an einen Profi infrage. Denn egal, ob sie Autohändler sind oder selbständiger Möbelschreiner: Wenn das Auto zum Betriebsvermögen gehört, ist der Verkauf zum einen umsatzsteuerpflichtig.

Gefährlicher ist, dass man als Gewerbetreibender beim Verkauf an privat eine gesetzlich vorgeschriebene zweijährige Sachmangelhaftung für das Gebrauchtauto übernehmen muss – genau wie ein Autohändler. Diese Gewährleistungspflicht kann man nicht ausschließen.

Die einzige Möglichkeit, ihr zu entgehen, ist der Verkauf an einen anderen Gewerbetreibenden. Aber auch dann gehört in den Kaufvertrag zwingend die Klausel: „Verkauf an Gewerbetreibenden unter Ausschluss der gesetzlichen Sachmangelhaftung.“

Als letzter Tipp: Alle Käufer wollen feilschen. Deshalb preisen sie einen Verhandlungsspielraum gleich in ihr Angebot mit ein. Die Käufer wissen zwar auch, dass das üblich ist – aber wenn Sie es nicht tun, verschenken Sie Geld, weil Sie trotzdem verhandeln müssen.

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