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Gesundheitsbranche: Wie Gründer überleben

Gesundheitsbranche

Wir leben aktuell in einem Gesundheitszeitalter. Kein Wunder, dass in der Gesundheitsbranche Start-ups und junge Arztpraxen wie Pilze aus dem Boden schießen.

Deutschlands über 80 Millionen Bundesbürger haben eines gemeinsam: Sie wollen gesund bleiben. Obwohl Gründer vor dieser Kulisse automatisch mit Erfolg gesegnet sein sollten, fällt vielen die Etablierung auf dem wachsenden Gesundheitsmarkt schwer.

Zum einen unterliegen sie in Deutschland starken Regulationen, viele scheitern aber auch an der Finanzierung. Oft suchen sie erfolglos nach Möglichkeiten, möglichst viel Zeit, Aufwand und Geld zu sparen. Genau dieser Versuch ist in der heutigen Zeit aber eigentlich aussichtsreicher denn je.

Start-ups müssen kooperieren

Ausstattungsgegenstände wie medizinische Geräte sind für Arztpraxen unverzichtbar – leider aber ebenso kostspielig. Umso wichtiger ist es, dass angehende Ärzte und andere Anbieter medizinischer Dienstleistungen mithilfe von Kooperationen Aufwand und Geld sparen.

Ob es um die Finanzierung oder die Etablierung geht: Im Digitalzeitalter stehen zahlreiche Kooperationsmöglichkeiten zur Verfügung. Lohnenswert sind insbesondere solche, die den Bekanntheitsgrad bisher eher unbekannter Angebote steigern und gleichzeitig den Verwaltungsaufwand senken.

Business-to-Business-Projekte ermöglichen zum Beispiel den Eintrag in medizinische Dienstleistungsverzeichnisse, auf die täglich tausendfach zugegriffen wird. Einige davon bieten Internetnutzern die Möglichkeit, online Termine ihrer Wahl zu vereinbaren. Dadurch reduziert sich schon in der Gründerphase der administrative Aufwand. Weder mit der Kundenakquise noch Terminvergabe muss man sich in diesem Fall lange aufhalten.

Die dadurch eingesparten Finanzmittel können stattdessen beispielsweise für die Einrichtung aufgewendet werden.

Krankenkassen als Kooperationspartner

Wer mit Krankenkassen kooperiert, begibt sich finanziell ebenfalls in eine deutlich bessere Position. Aufgrund der gesetzlichen Verankerung der Krankenversicherung verfügen allein die über 100 gesetzlichen Versicherer in Deutschland über einen Kundenstamm von über 50 Millionen. Über Kooperationen können sich Health-Start-ups einen Zugang zu diesem Kundenstamm sichern.

Statistik: Entwicklung der Anzahl gesetzlicher Krankenkassen in Deutschland von 1970 bis 2019 | Statista

Mehr Statistiken finden Sie bei  Statista

Wer bei gesetzlichen Krankenkassen nicht Fuß fasst, muss sich als Gesundheits-Start-up auf dem Selbstzahler-Markt der Privatpatienten um Kunden bemühen. In Deutschland ist dieser Markt begrenzt – nur ein Bruchteil aller Bundesbürger bezahlt Gesundheitsleistungen voll und ganz aus der eigenen Tasche.

Um genau diese Situation zu vermeiden, gewinnt man idealerweise mehrere Versicherer für sich. Wie? Es heißt nicht umsonst, dass Start-ups mit ihrer Geschäftsidee stehen und fallen. Ob Krankenkassen an einer Kooperation mit Gründern interessiert sind, hängt von der Innovationskraft der Geschäftsidee ab.

Worauf es Versicherern beim Pitch ankommt

Entscheidend für die Kooperation mit Krankenkassen ist der nachweisbare Bedarf an den Angeboten des Start-ups. Neue Therapieformen und ähnlich sinnvolle Ergänzungen zu dem bisher bestehenden Leistungsspektrum der Kasse sind in dieser Hinsicht am aussichtsreichsten.

Auch der richtige Standort – zum Beispiel in ländlichen Regionen – kann Gründer für Kooperationspartner attraktiv machen.

Die geringsten Regulationen bestehen für digitale Gründer. Geht es dagegen um Behandlungsangebote, müssen sich Krankenkassen im Hinblick auf Kooperationspartner an Gesetzesvorgaben halten. Wer bereits mit zugelassenen Ärzten, Therapeuten oder sogar Fachärzteverbänden zusammenarbeitet, tut sich bei der Gewinnung gesetzlicher Krankenkassen leichter. Abgesehen davon müssen Wirkung und Nutzen medizinischer Geschäftsideen nachweisbar sein, um Versicherer von einer Zusammenarbeit zu überzeugen.

Für digitale Gründer steht und fällt die Kooperationsbereitschaft der Kassen dagegen oft mit dem Datenschutz.

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