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Miete, Nebenkosten, Eignung: Die wichtigsten Tipps für die Gewerbemiete

Gewerbemiete
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Unternehmer, die nicht gerade zufällig in den Genuss eigener Räumlichkeiten für die gewerbliche Nutzung kommen, müssen im Regelfall eine Immobilie anmieten. Hier können sie Büroarbeitsplätze, eine Werkstatt, Lagerräume oder Einzelhandelsflächen einrichten. Damit die Miete von Gewerbeimmobilien nicht zur Falle wird, sollten Sie einige wichtige Tipps kennen.

Die Gewerbemiete bringt einige Nachteile mit sich. Vor allem genießt der Mieter keinen besonderen Schutz, wie es bei der Wohnmiete der Fall wäre. Deshalb ist es wichtig, dass sich beide Parteien bereits im Vorfeld über gewisse Aspekte ihres Vertragsverhältnisses klar sind.

Suche nach einer geeigneten Immobilie

Zunächst sollten Sie eine Gewerbeimmobilie finden. Eine große Auswahl bietet in diesem Bereich beispielsweise das Portal www.immowelt.de. Hier werden Sie feststellen, dass der monatliche Mietzins von Immobilie zu Immobilie sehr stark variieren kann. Noch mehr als bei privaten Wohnimmobilien spielen in diesem Bereich eine Vielzahl von Kriterien eine wichtige Rolle bei der Mietpreisfindung:

  • Lage und Standort
  • Baujahr
  • Zugang (Auffindbarkeit, zur Straße oder zum Innenhof gelegen)
  • Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel
  • Parkplatzsituation
  • Ausstattung (z. B. Heizung, Elektro- und Sanitärinstallation)
  • Zustand des Gebäudes (z. B. Modernisierungen notwendig oder bereits durchgeführt)
  • Höhe der monatlichen Betriebskosten
  • Größe der zu mietenden Fläche
  • notwendige Investitionen
  • Helligkeit der Räumliche
  • Schnitt der Immobilie (Grundriss, Verhältnis Nebenflächen zu Hauptflächen)
  • Angebot an Schaufenstern

Höhe der Mietkosten: Miete und Nebenkosten

Im Bereich der Gewerbemiete bestehen im Regelfall keine Mietspiegel. Die Mietpreise unterliegen zwischen Unternehmern der Vertragsfreiheit und können dementsprechend unabhängig von Vorgaben ausgehandelt werden. Um Streitigkeiten zu vermeiden, sollte der monatlich zu zahlende Mietzins konkret im Mietvertrag festgehalten werden. Achten Sie darauf, ob in den Mietvertrag sogenannte „Mietanpassungsklauseln“ aufgenommen wurden. Dies würde bedeuten, dass nach Ablauf einer bestimmten Frist eine Neuverhandlung des Preises erforderlich ist.

Hinsichtlich der Nebenkosten ist darauf zu achten, wie diese konkret berechnet werden. Sie können in Abhängigkeit von der Anzahl der genutzten Quadratmeter ermittelt werden, aber auch Pauschalen oder die Berechnung pro Kopf bzw. pro Mieteinheit sind üblich. Kosten für die Heizung und die Warmwasserversorgung müssen verbrauchsabhängig umgelegt werden. Zudem sollten Sie erfragen, welche Positionen zu den Betriebskosten zählen, denn häufig werden neben den üblichen Verbrauchkosten wie Wasser- und Stromverbrauch sowie Heizung auch noch weitere Positionen auf die Mieter umgelegt, z. B.

  • Verwaltungskosten
  • Beiträge zu einer Werbegemeinschaft
  • Kosten für die Gebäudeerhaltung
  • Kosten für die Sicherheit des Gebäudes
  • Löhne für Hausmeister, Reinigungskräfte oder Center Manager

Lesen Sie mehr zur Mietpreisfindung bei der Handelskammer Hamburg.

Die wichtigsten Tipps für die Besichtigung

Zu einer Besichtigung nehmen Sie sich im Optimalfall immer eine zweite Person mit. Dies gilt nicht nur, weil zwei Augenpaare mehr sehen als eines, sondern auch um bei etwaigen späteren Streitigkeiten über die Details des Mietvertrags einen Zeugen zu haben. Nehmen Sie bei der Besichtigung zunächst den Zustand der Wohnung genau unter die Lupe. Sollten Sie Schäden entdecken, müssen diese unbedingt im Übergabeprotokoll festgehalten werden. Auffallen können beispielsweise Kratzer in Holzböden oder Türen, vergilbte Schalter- und Steckdosenabdeckungen, Löcher in der Wand und vieles mehr.

Prüfen Sie außerdem, ob die Immobilie an sich für Ihre Zwecke geeignet ist. Findet Ihre Kundschaft Sie in dieser Gegend? Stehen ausreichend Parkplätze zur Verfügung? Passt die Lage zu Ihrem Vorhaben? Wenn Sie bereits bei den Vorabgesprächen und der Besichtigung gut aufpassen, können Sie sich viel späteren Ärger ersparen.

Übrigens haben wir in diesem Artikel weitere Tipps für Sie zusammengefasst.

3 Kommentare

  1. Avatar
    Christa sagt

    Ich finde die Informationen super, allerdings möchte ich auch darauf hinweisen, dass es neben immowelt auch noch einige andere Portale online gibt, oder auch das persönliche Gespräch, nach eigener Recherche mit eventuell einem Markler nicht schadet.
    spontan fallen mir noch remax, seg und immonet ein und es gibt noch einige mehr.

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