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Der ROPO-Effekt und wie man diesen sinnvoll für das eigene Unternehmen nutzen kann

ROPO-Effekt

Research Online, Purchase Offline“ dafür stehen die vier Buchstaben „ROPO“ und beschreiben eine Entwicklung des digitalen Zeitalters: die Onlinerecherche, die heute bei vielen Kaufprozessen an erster Stelle steht.

Man informiert sich ausführlich über ein Produkt sowie über mögliche Anbieter aus der Region und schließt den Kauf im stationären Handel ab – wobei auch das umgekehrte Szenario möglich ist: Man informiert sich bei lokalen Fachhändlern und kauft das Produkt dann online, weil es dort oftmals günstiger angeboten wird als im lokalen Fachgeschäft.

Auch das ist mit ROPO gemeint (in dem Fall „Research Offline, Purchase Online“), denn allgemein beschreibt der ROPO-Effekt die Wechselwirkung zwischen Online und Offline.

Der ROPO-Effekt als Teil einer Marketing-Strategie

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Obwohl die allgemeine Skepsis gegenüber dem Onlinekauf immer mehr abnimmt, werden vor allem große, kostenintensive und komplexe Produkte gerne im stationären Handel gekauft – wie zum Beispiel größere Möbel und Einrichtungsgegenstände.

Entsprechend sollten sich Händler solcher Produkte den ROPO-Effekt zunutze machen bzw. diesen im Online-Marketing berücksichtigen:

1. Lokale Online-Präsenz aufbauen

Mit lokaler Online-Präsenz ist gemeint, dass ein Unternehmen zu lokalen Suchanfragen gefunden wird. Dieses ist auf unterschiedlichem Wege zu bewerkstelligen:

  1. Eintragen in relevante Branchenverzeichnisse: Hierfür kann man ein Tool wie Omnea oder Uberall nutzen, da man dadurch über eine zentrale Stelle viele Einträge bearbeiten kann. Das ist vor allem für Unternehmen mit vielen Filialen zu empfehlen.
  2. Eintrag bei Google My Business: Google ist nun einmal die Suchmaschine Nr. 1., deshalb ist es wichtig, dass alle Standorte dort eingetragen sind und aktuell gehalten werden.
  3. Eigene Webseite lokal optimieren: Auch auf der eigenen Webseite können Unterseiten lokal optimiert bzw. zu bestimmten Suchanfragen Landingpages angelegt werden. Hierbei sollte man allerdings unbedingt weiträumiger denken und nicht nur auf den oder die jeweiligen Standorte optimieren, sondern auch benachbarte Orte berücksichtigen. Wie es beispielsweise der Möbel Anbieter Möbel Heinrich Dieser rankt mit Möbel Bielefeld mit einer extra darauf optimierten Landingpage auf der ersten Seite bei Google, obwohl die entsprechende Filiale ca. eine halbe stunde Fahrtzeit entfern ist. Doch für passende Möbel zum passenden Preis nimmt man auch einen längeren Weg in Kauf.

2. Durch Informationen überzeugen

Ist man online präsent, darf der User bzw. potentielle Kunde natürlich nicht abgeschreckt werden, wenn er auf die Seite gelangt, um sich mehr zu informieren.

  1. Informationen zu Vorteilen und Service vor Ort bieten: Solche Informationen fangen bei den korrekten Öffnungszeiten an und enden damit, ob man sich einen Transport mieten kann, um den neuen Schrank nach Hause zu fahren. Wichtig ist, dass die Informationen leicht auffindbar sind auf der Seite und auch gut verständlich präsentiert werden.
  2. Informationen zu den Produkten: Hier geht es nicht alleine darum, das Sortiment zu zeigen und Informationen zu einzelnen Produkten zu bieten, sondern auch darum abzubilden, ob diese vor Ort auch vorrätig sind. Optimal wäre außerdem, wenn man sich ein Produkt reservieren könnte. So lässt sich verhindern, dass ein potentieller Kunde wohlmöglich umsonst einen längeren Weg auf sich nimmt.

3. AdWords schalten

Während Landingpages oftmals etwas Zeit brauchen, um ein gutes Ranking zu erreichen, sind AdWords-Anzeigen sofort präsent – und das Beste ist: AdWords-Anzeigen lassen sich auf bestimmte Standorte ausrichten, sodass die Anzeigen nur in bestimmten Regionen, Städten, Umkreisen etc. gezeigt werden und auf diesem die richtige Zielgruppe erreichen.

Ja nach Anzeigenart können bestimmte Produkte oder das Unternehmen / das Geschäft beworben werden.

Noch mehr Wissen zum Ropo-Effekt

Wer sich für den ROPO-Effekt interessiert, der findet bei Google diverse Studien zum Thema, z.B. diese: Starker Anstieg des ROPO-Effekts in der Telekommunikationsbranche.

Und hier noch ein bisschen Statistik über die Nutzung von Offline-Recherche und Online-Kauf in der Schweiz nach Kategorien im Jahr 2015:

Statistik: Nutzung von Offline-Recherche und Online-Kauf in der Schweiz nach Kategorien im Jahr 2015 | Statista

Mehr Statistiken finden Sie bei Statista
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Kategorie: Marketing & Vertrieb

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Dieses Fachmagazin richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen, Selbständige und Existenzgründer, die nicht für jedes Thema eine Fachabteilung haben. Hier gibt es praktische Tipps zur Unternehmensführung, die selbständig umgesetzt werden können.

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