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Werbegeschenke – sinnvoll oder Geldverschwendung?

Werbegeschenke
Werbung

Was ist nicht schon alles über Werbung mit Geschenken gesagt und geschrieben worden – und durchaus auch kritisch. Immerhin würden Werbegeschenke doch nur für einen ganz kurzfristigen Eindruck sorgen, sie wären viel zu teuer und der Erfolg nicht messbar.

Diese Bedenken haben durchaus ihre Berechtigung, allerdings nur, wenn man Werbegeschenke nicht richtig einsetzt. Wenn man ein paar wichtige Kriterien beachtet, können Werbegeschenke ein wertvoller Bestandteil im Marketingkonzert werden.

Werbegeschenke erhalten die Freundschaft

In der trockenen Definition von Wikipedia handelt es sich bei Werbeartikeln oder Werbegeschenken … „um Werbeträger, den Unternehmen zu Werbezwecken an Kunden und Interessenten verschenken“.

Tatsächlich sind diese kleinen Botschafter so viel mehr. Laut GWW erreichen Werbeartikel im Vergleich die höchsten Erinnerungswerte (70%) an den Marken- oder Unternehmensnamen bzw. das beworbene Produkt. 62% der Werbegeschenke bleiben länger als ein Jahr im Besitz des Empfängers und 90% der Empfänger solcher Geschenke nutzen diese auch.

Kein Wunder also, dass im Jahr 2018 von deutschen Unternehmen 3,58 Mrd. Euro für Werbeartikel ausgegeben wurden.

Mit Sinn und Verstand und steuerschonend schenken

Für Werbegeschenke gilt dasselbe wie für Präsente, die privat gemacht werden. Sie sollten passen. Zum Beschenkten aber auch zum Schenker. Und je mehr Überlegung in einem Geschenk steckt umso mehr Erfolg hat man damit.

Generell kann man sagen ein sinnvoller Werbeartikel muss:

  • Zum Unternehmen passen
  • Auf die Zielgruppe abgestimmt sein
  • Einen echten Nutzen bringen
  • Originell sein
  • Von guter Qualität sein
  • Ein außergewöhnliches Design haben (Form, Farbe, Material)

um in Erinnerung zu bleiben.

Darüber hinaus muss man auch auf den Rahmen achten, in dem das Geschenk überreicht wird. Denn auch Give Aways (Streuartikel) zählen als Werbegeschenke und hinterlassen einen Eindruck bei den Kunden. Auf einer Fitnessmesse ergeben daher Feuerzeuge wenig Sinn und einem Kind ein Taschenmesser in die Hand zu drücken wäre auch kontraproduktiv.

Apropos Streuartikel: Davon spricht man, wenn die Kosten pro Geschenk weniger als 10 Euro ausmachen. Bei diesen Produkten ist man als Unternehmen von der Aufzeichnungspflicht befreit. Daher nehmen wohl auch nur 20% der deutschen Unternehmen 10 Euro bis 35 Euro pro Geschenk in die Hand. Bei diesen Summen lassen sich Geschenkartikel nämlich als Betriebsausgabe geltend machen.

Worüber sich Beschenkte freuen

Innerhalb der oben erwähnten Steuergrenzen gibt es tatsächlich echte Evergreens unter den Werbegeschenken. Kunden freuen sich nach wie vor über alkoholfreie Getränke, Regenschirme, Kugelschreiber, Notizblöcke, Stoff- und Laptoptaschen, Tassen und Flaschen. Und auch Haftnotizen kommen einfach nicht aus der Mode.

Laut einer Studie von YouGov sind derzeit allerdings USB-Sticks die unangefochtenen Spitzenreiter bei Werbeartikeln, dicht gefolgt von anderen technischen Helfern wie Powerbanks und USB-Hubs. Mit diesen Produkten wäre man also auf der sicheren Seite.

Hat man allerdings eine gut gepflegt Kundendatenbank und will einen echten Wow-Effekt erreichen, kann man noch mehr rausholen. Beispielsweise kann man sich bei Unternehmerinnen, Managerinnen, Marketingleiterinnen etc. mit einem originell und sicher verschickten Kosmetikprodukt (z.B. in farbigen oder metallischen Luftpolster-Versandtaschen) in bester Erinnerung halten. Dafür eignen sich Lippenpflege, Wimperntusche oder Kosmetiktücher ebenso wie ein eleganter Kosmetikspiegel oder ein Kosmetik-Care-Paket für die Schreibtischlade. Da kann man sicher sein, dass das eigene Logo täglich mehrmals in die Hand und wahrgenommen wird.

Wer diese Idee aufgreift, darf übrigens auch gerne mich in die Datenbank aufnehmen. Aber das ist eine andere Geschichte…

Werbegeschenke

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Kategorie: Marketing & Vertrieb

von

Angie Eichler

Angie Eichler ist gelernte Drucktechnikerin und ausgebildete Marketingkauffrau, seit 2004 ist sie selbstständig tätig und ihr beruflicher Werdegang führte sie von klassischer Werbung über div. Marketingaufgaben zur Leitung eines österreichischen Fachverlags. Seit 2012 lebt sie als freie Redakteurin und Texterin ihre Leidenschaft für das geschriebene Wort aus. Bei Bedarf kombiniert sie ihre organisatorische Kompetenz, ihre Kreativität und die Lust am Schreiben für Großprojekte wie die Entwicklung des Österreichischen Vorlesetags. Mehr unter http://www.angelads.at/.

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