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Günstige Baufinanzierung und niedrige Zinsen – gibt es (tatsächlich) den perfekten Zeitpunkt für den Immobilienkauf?

Immobilienkauf

Wer sich den Traum von den eigenen vier Wänden erfüllen möchte, wird sich eher früher als später die Frage stellen, ob es tatsächlich den perfekten Zeitpunkt gibt, um ein Haus zu kaufen oder zu bauen. Eine allgemeingültige Antwort darauf gibt in den meisten Fällen jedoch nicht, da es schlichtweg zu viele individuelle Faktoren gibt, die bei dieser Entscheidung eine wichtige Rolle spielen – und das gilt nicht nur in Bezug auf Corona und die instabile Weltwirtschaft.

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Wie sieht es zum Beispiel mit dem vorhandenen Eigenkapital aus? Reichen die angesparten Rücklagen? Gibt es eine passende Baufinanzierung mit einer akzeptablen Laufzeit und möglichst niedrigen Zinsen? Und ist das gewünschte Objekt zum aktuellen Zeitpunkt überhaupt verfüg- und vor allem bezahlbar?

Die eigenen Finanzen prüfen

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Es gibt bekanntlich zahlreiche Aspekte, die bei der Frage nach dem richtigen Zeitpunkt für den Hauskauf beziehungsweise Hausbau berücksichtigt werden müssen. Zu den mit Abstand wichtigsten Kriterien gehört die persönliche und individuelle Finanzsituation des potentiellen Immobilienkäufers. Denn ohne ausreichendes Eigenkapital wird der langgehegte Traum vom Eigenheim höchstwahrscheinlich schneller enden, als einem lieb ist.

Geht es nach den Finanz- und Kreditexperten, sollte man daher im Optimalfall mindestens 20 Prozent der Gesamtkosten (also sowohl Kauf- als auch Kaufnebenkosten) aus der eigenen Tasche bezahlen können – ohne dadurch direkt in eine finanzielle Schieflage zu geraten oder weitere Kredite aufnehmen zu müssen. Denn je höher der Eigenanteil ausfällt, desto weniger Geld muss man sich am Ende von der Bank leihen.

Darüber hinaus kann es keinesfalls schaden, wenn man zudem noch ein kleines finanzielles Polster übrighat, um eventuellen Problemen bei der Tilgung des Baukredites vorbeugen zu können.

Neben der passenden Baufinanzierung spielt auch die Immobilie selbst eine Schlüsselrolle

Die weiteren entscheidenden Faktoren, die bei der Frage nach dem richtigen Zeitpunkt für den Immobilienkauf eine Rolle spielen, sind zum einen eine möglichst günstige Baufinanzierung und zum anderen die Immobilie selbst.

Günstige Zinsen und eine möglichst kurze Laufzeit sind natürlich wichtig, aber was, wenn das gewünschte Wohnobjekt nicht allen individuellen Anforderungen und persönlichen Vorstellungen entspricht? Wer möchte schon in einem Haus leben, das zwar günstig war, in dem man sich aber eigentlich gar nicht so richtig wohlfühlt?

Wer sich bei der Suche und der Auswahl der passenden Immobilie jedoch zu viel Zeit lässt, muss damit rechnen, dass der Preis über die Zeit weiter steigen wird oder ein anderer Interessent zuvorkommt.

Darüber hinaus sollte natürlich auch das Preis-/Leistungsverhältnis stimmen, da die Bank mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Baufinanzierung für ein überteuertes Objekt in einem schlechten Zustand anbieten wird. Zudem sollten sich die Kosten für die Immobilie aber nicht nur in einem angemessenen Rahmen bewegen, sondern außerdem auch mit dem potenziellen Wiederverkaufswert übereinstimmen.

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Niedrige Zinsen können den Ausschlag geben

Wer den Bau respektive den Kauf eines Hauses oder einer Eigentumswohnung über eine Immobilienfinanzierung abwickeln möchte, sollte dabei sowohl auf einen möglichst niedrigen Zinssatz als auch auf eine adäquate Tilgungsrate achten.

Zwar lässt sich zum aktuellen Zeitpunkt kaum voraussagen, wie sich die Hypothekenzinsen in der nahen Zukunft entwickeln werden, doch ist zumindest zum aktuellen Zeitpunkt (Stand Juni 2021) nicht mit einer spürbaren Steigerung zu rechnen. Und da sich der Zinssatz derzeit auf einem schon fast historischen Tiefpunkt befindet, sollte man dementsprechend zeitnah reagieren, um sich die Niedrigzinsen für einen möglichst langen Zeitraum zu sichern – jedoch auch nur dann, wenn es die persönliche Finanzsituation auch ohne Weiteres zulässt.

Ein weiterer Aspekt, der für eine erfolgreiche Baufinanzierung beachtet werden sollte, hängt mit der Tilgung des Kredites zusammen. Hier gilt: Je höher die monatliche Tilgungsrate, desto kürzer die Kreditlaufzeit. Eine besonders hohe Tilgung sollte jedoch gut überlegt sein, da der Kreditnehmer sich vertraglich dazu verpflichtet, die Raten stets pünktlich zu bezahlen – was zum Beispiel im Falle eines Jobverlustes zu großen Problemen und möglicherweise sogar zum Verlust der Immobilie führen kann. Aus diesem Grund sollte man die Tilgungsrate besser von Anfang an auf einem überschaubaren Niveau halten (auch wenn die Rückzahlung dann gegebenenfalls etwas länger dauert) und die Option auf Sondertilgungen in den Baufinanzierungsvertrag mit aufnehmen lassen.

Gut zu wissen: Bei einer Sondertilgung handelt es sich um eine zusätzliche und außerplanmäßige Zahlung, die der Kreditnehmer zu einem bestimmten Zeitpunkt (in der Regel vertraglich festgeschrieben) in die laufenden Baufinanzierung einbringen kann. Je nach Vertragsinhalt kann diese Sondertilgung einmalig oder in regelmäßigen Abständen vorgenommen werden – sofern der Kreditnehmer die dafür nötigen Geldmittel übrighat.

Auf keinen Fall vorschnell handeln

Da sowohl der Kauf als auch der Bau eines Hauses in der Regel mehrere hunderttausend Euro kosten kann, sollte man sich keinesfalls selbst unter (Zeit-)Druck setzen. Eine vorschnelle und unüberlegte Handlung kann im schlimmsten Fall nämlich dazu führen, dass nicht nur sämtliche Ersparnisse, sondern darüber hinaus auch die Immobilie selbst unwiederbringlich verloren gehen.

Nicht zuletzt aus diesem Grund sollte man sich definitiv ausreichend Zeit nehmen, um die persönliche finanzielle Situation vernünftig einschätzen und die Angebote der verschiedenen Kreditanbieter in Ruhe miteinander vergleichen zu können.

Außerdem ist es empfehlenswert, sich ausführlich beraten zu lassen und auch eine zweite Meinung einzuholen – denn die augenscheinlich günstigste Baufinanzierung muss nicht zwangsläufig auch die individuell passendste sein.

Tipp: Vor dem ersten Gespräch mit dem Bankberater sollte man sich den Rat eines unabhängigen Finanzexperten einholen, der sämtliche offenen Fragen beantworten und zudem einige wertvolle Tipps zur Planung und zum Ablauf geben kann.

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