Finanzen & Buchhaltung
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Lexikon Buchhaltung: U

Lexikon Buchhaltung: U

Im Unternehmerhandbuch gibt es ganz viele Beiträge zum Thema Buchhaltung. Klar, das ist ja auch ein wichtiger Bereich für jedes Unternehmen :-)

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Wenn ihr keine BWLer oder Steuerberater oder so seid, dann können die verschiedenen Begriffe ganz schön verwirrend sein, oder?

Daher fasse ich diese jetzt nach und nach zusammen und erstelle ein Lexikon der Buchhaltung. Und wenn neue Begriffe hinzukommen, dann ergänze ich die Beiträge einfach, das ist ja im Internet problemlos möglich. Eine große Sammelseite des ganzen Lexikons von A-Z gibt es natürlich auch.

Heute Buchhaltungsbegriffe mit dem Buchstaben U!

Übernachtungskosten

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Übernachtungskosten sind eine Kostenart aus dem Bereich der Reisekosten. Als Reisekosten werden im deutschen Steuerrecht Aufwendungen bezeichnet, die bei beruflich oder betrieblich bedingten Reisen anfallen. Sie setzen sich aus folgenden Kostenarten zusammen:

Alles rund um das Thema „Reisekosten abrechnen“ findet ihr hier:

Reisekosten abrechnen – so geht’s! Reisekostenabrechnung – FAQ

Zum Download der Vorlage Reisekostenabrechnung geht es hier:

Vorlage Reisekostenabrechnung

Überschuldung

Bei juristischen Personen und damit auch bei allen Kapitalgesellschaften sowie bei Personengesellschaften, bei denen keine natürliche Person unmittelbar oder mittelbar persönlich haftet, ist die Überschuldung ein Eröffnungsgrund für eine Insolvenz.

„Überschuldung liegt vor, wenn das Vermögen des Schuldners die bestehenden Verbindlichkeiten nicht mehr deckt, es sei denn, die Fortführung des Unternehmens ist nach den Umständen überwiegend wahrscheinlich.“ (§ 19 Abs. 2 InsO)

Formel: Verbindlichkeiten > Vermögenswerte = Überschuldung

Mehr Infos zum Thema Insolvenz hier!
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Überweisung

Die Überweisung (englisch wire transfer) ist im bargeldlosen Zahlungsverkehr ein Zahlungsinstrument, bei dem der zahlungspflichtige Schuldner mittels Weisung an sein kontoführendes Kreditinstitut Buchgeld zu Lasten seines Girokontos an das Institut des Zahlungsempfängers (Gläubiger) übertragen lässt. (Quelle: Wikipedia)

Umlaufvermögen

Die Bilanz enthält links das Vermögen des Unternehmens und rechts das Kapital. Das Vermögen setzt sich zusammen aus Anlage- und Umlaufvermögen, das Kapital aus Eigen- und Fremdkapital.

Hier der grundlegende Aufbau einer Bilanz:

Bilanz

Bilanz

Die Teilung in Anlage- und Umlaufvermögen bezieht sich grob gesprochen auf die Zeit, die dieses Vermögen im Unternehmen verbringen soll. Während das Anlagevermögen eher dauerhaft im Unternehmensbesitz bleibt, bezeichnet das Umlaufvermögen Vermögensgegenstände/Werte, die nicht dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen.

Mehr Infos hier!

Umsatz

Für das Wort Umsatz gibt es je nach Kontext zwei Definitionen (Quelle: Gabler Wirtschaftslexikon):

  1. Betriebswirtschaftslehre: Summe der in einer Periode verkauften, mit ihren jeweiligen Verkaufspreisen bewerteten Leistungen; auch als Erlös (v.a. im Rechnungswesen) bezeichnet.
  2. Umsatzsteuerrecht: Oberbegriff für Lieferungen und sonstige Leistungen, einschließlich unentgeltlicher Wertabgaben und Verbringungen. Nicht mit Umsatz dürfen verwechselt werden: Einfuhren, Erwerbe.
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Umsatzerlöse

Das Buchungskonto Umsatzerlöse ist ein Erfolgskonto und steht als Teil des GuV-Kontos rechts in der Bilanz.

Mehr Infos hier!

Umsatzkostenverfahren

Das Jahresergebnis ist im Rechnungswesen die sich aus der Gewinn- und Verlustrechnung ergebende Differenz aus Erträgen und Aufwendungen einer Rechnungsperiode.

Zur Ermittlung des Jahresergebnisses bietet der § 275 HGB zwei Verfahren an: das Gesamtkostenverfahren oder das Umsatzkostenverfahren. In diesem Paragraphen steht auch genau drin, welche Positionen jeweils auszuweisen sind.

Umsatzrendite

Die Umsatzrendite (auch Umsatzrentabilität genannt) ist Verhältnis von Betriebsergebnis zu Nettoumsatz, das normalerweise in Prozent angegeben wird. Sie ermöglicht also eine Aussage darüber, wie hoch der Gewinnanteil am Umsatz war.

Formel: Umsatzrendite = ordentliches (Betriebsergebnis / Umsatz) X 100

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Umsatzsteuer

Die Umsatzsteuer ist die Steuer auf den Umsatz bzw. Erlös, den das Unternehmen mit seinen Leistungen und Lieferungen erzielt. Seit der Harmonisierung des Steuersystems 1967 wird der Begriff Umsatzsteuer gleichbedeutend mit Mehrwertsteuer verwendet.

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Umsatzsteuererklärung

Jährlich ist eine Umsatzsteuerjahreserklärung abzugeben. Diese summiert alle Umsatz- und Vorsteuerbeträge des Jahres auf und führt meist zu einer kleineren Korrekturzahlung, da in den Umsatzsteuervoranmeldungen durch Rundungen bzw. Fehlbuchungen oder nachträglich korrigierte Buchungen oft nicht die finalen Werte enthalten sind.

Umsatzsteuer-Identifikationsnummer

Sobald ihr Geschäfte mit dem EU-Ausland macht, braucht ihr eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer.

Dann müsst ihr euch nämlich nicht mit den unterschiedlichen Umsatzsteuer-Regelungen des jeweiligen EU-Auslands herum schlagen, sondern tauscht mit eurem Geschäftspartner einfach die Umsatzsteuer-ID aus und schon müsst ihr auf die Rechnung keine Umsatzsteuer mehr drauf schlagen bzw. bekommt Rechnungen von Lieferanten ohne Umsatzsteuer. Total gut!

Das Ganze nennt sich „Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers nach § 13 b UStG“ oder „Reverse Charge“-Verfahren und vereinfacht die Geschäfte innerhalb der EU deutlich.

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Umsatzsteuerkonto

Der Unternehmer muss die vereinnahmten Umsatzsteuerbeträge in regelmäßigen Abständen an das Finanzamt abführen. Daher ist das Unternehmen verpflichtet ein Buchungskonto für die Umsatzsteuer zu erstellen – das Umsatzsteuerkonto.

Umsatzsteuerpflicht

Nicht jeder Unternehmer ist umsatzsteuerpflichtig. Beträgt der Umsatz im aktuellen Kalenderjahr weniger als 50.000 EUR und waren es im vorangegangenen Kalenderjahr unter 22.000 EUR, so gilt man als Kleinunternehmer und kann wählen, ob man am Umsatzsteuerverfahren teilnehmen möchte (s.a. UStG § 19 Besteuerung der Kleinunternehmer) oder es lieber bleiben lässt.

Hat man sich allerdings für die Teilnahme entschieden, so ist man an diese Entscheidung für mindestens fünf Jahre gebunden. Zudem sind bestimmte Berufsgruppen (z.B. Ärzte) von der Erhebung der Umsatzsteuer ausgeschlossen.

Umsatzsteuervoranmeldung

Vom Finanzamt wird festgelegt, in welchen Intervallen (monatlich, quartalsweise, jährlich) der Unternehmer eine Umsatzsteuervoranmeldung abgeben muss. Diese enthält eine Aufsummierung aller getätigten Umsätze und erhaltenen Vorleistungen bzw. der darin enthaltenen Steuern.

  • Bei SOLLBuchführung entspricht diese den im entsprechenden Zeitraum eingegangenen Lieferantenrechnungen und gestellten Kundenrechnungen.
  • Bei IST-Buchführung den erhaltenen Einnahmen von Kunden, Lieferantenrechnungen werden jedoch auch hier nach dem SOLL-Prinzip erfasst, d.h. es zählt das Rechnungsdatum!

Die jeweils enthaltene Umsatzsteuer bzw. Vorsteuer wird gegeneinander verrechnet und die Differenz an das Finanzamt abgeführt bzw. vom Finanzamt erstattet.

Ungewisse Verbindlichkeiten

Normalerweise basiert eine Verbindlichkeit auf drei Punkten: es gibt einen Grund, eine Fälligkeit und einen Betrag. Ist einer dieser drei Punkte ungewiss, so handelt es sich um eine „ungewisse“ Verbindlichkeit, für die ihr eine Rückstellung bilden müsst.

Mehr Infos hier!

Unternehmenswert / Unternehmensbewertung

Es gibt immer mal wieder Situationen, in denen man den Wert seines Unternehmens berechnen möchte, z.B. für Nachfolgeregelungen, den Firmen-Verkauf oder die Änderung der Gesellschafterstruktur. Auch das Finanzamt interessiert sich manchmal für den Unternehmenswert, zum Beispiel um Erbschafts- oder Schenkungssteuer zu berechnen.

Eine Möglichkeit den Unternehmenswert zu berechnen, ist das vereinfachte Ertragswertverfahren nach §199 ff. BewG.

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Das war’s mit dem Lexikon Buchhaltung: U – die anderen Buchstaben folgen nach und nach :-)

Basiswissen Rechnungswesen & Buchhaltung

Rechnungswesen, Buchhaltung, Controlling – wie hängt das alles zusammen?

Das Rechnungswesen dient der systematischen Erfassung, Überwachung und informatorischen Verdichtung der durch den betrieblichen Leistungsprozess entstehenden Geld- und Leistungsströme.

Die Buchhaltung ist dabei der externe Teil des Rechnungswesens. Sie dient dazu (wie der Name schon sagt), die finanzielle Situation des Unternehmens nach außen darzustellen.

Der interne Teil des Rechnungswesens liefert dem Unternehmer die Daten, die zur Steuerung und Planung des Unternehmens notwendig sind (daher auch internes Rechnungswesen bzw. Controlling bestehend aus Kostenrechnung, Statistik & Vergleich und Planung).

Ihr wollt noch mehr zu diesen Themen wissen? Dann hier entlang:

Buchhaltung

Das große Lexikon Buchhaltung:

Lexikon Buchhaltung von A-Z

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Auf geht’s – fröhliches Lesen euch allen!

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