Finanzen & Buchhaltung
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Lexikon Buchhaltung: Z

Lexikon Buchhaltung: Z

Im Unternehmerhandbuch gibt es ganz viele Beiträge zum Thema Buchhaltung. Klar, das ist ja auch ein wichtiger Bereich für jedes Unternehmen :-)

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Wenn ihr keine BWLer oder Steuerberater oder so seid, dann können die verschiedenen Begriffe ganz schön verwirrend sein, oder?

Daher fasse ich diese jetzt nach und nach zusammen und erstelle ein Lexikon der Buchhaltung. Und wenn neue Begriffe hinzukommen, dann ergänze ich die Beiträge einfach, das ist ja im Internet problemlos möglich. Eine große Sammelseite des ganzen Lexikons von A-Z gibt es natürlich auch.

Heute Buchhaltungsbegriffe mit dem Buchstaben Z!

Zahlung

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Unter einer Zahlung versteht man grundsätzlich die Übertragung einer Geldforderung durch einen Zahlungspflichtigen auf eine Partei, die vom Begünstigten anerkannt wird. (Quelle: Gabler Wirtschaftslexikon)

Ziel der Liquiditätssteuerung ist es, immer mehr Geld auf dem Konto zu haben, als man benötigt, um alle fälligen Zahlungen zu bedienen.

Stark vereinfacht gilt folgende Formel wie Zahlungen die Liquidität positiv beeinflussen:

  • Zahlungseingang: Einnahmen: mehr + früher = gesteigerte Liquidität
  • Zahlungsausgang: Ausgaben: weniger + später = gesteigerte Liquidität
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Zahlungsausfall

Das Wort Zahlungsausfall muss man nicht groß erklären, oder? Die Zahlung fällt aus – dumm gelaufen…

Zahlungsausgänge

Auch hier erklärt sich der Begriff eigentlich selbst: Zahlungsausgänge sind Zahlungen aus dem Unternehmehen hinaus, also z.B. das begleichen einer Lieferantenrechnung.

Zahlungseingänge

Zahlungseingänge sind das Gegenteil von Zahlungsausgängen. Zahlt z.B. einer eurer Kunden seine Rechnung, so geht eine Zahlung ein.

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Zahlungserinnerung

Bevor eine offene Rechnung angemahnt wird bzw. gravierendere Maßnahmen ergriffen werden, wird oftmals zunächst eine Zahlungserinnerung versendet. Es handelt sich dabei um eine freundliche Erinnerung, die dem Zahlungspflichtigen meistens auf dem Postweg oder per E-Mail zugestellt wird.

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Zahlungsfähigkeit

Faustregel: Zahlungsfähigkeit liegt vor, wenn innerhalb von drei Wochen mindestens 90% der in diesem Zeitraum fälligen Verbindlichkeiten geglichen werden können.

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Zahlungsfrist

Die Zahlungsfrist gibt den Zeitraum bzw. den Zeitpunkt an, bis zu dem eine Rechnung beglichen werden soll.

Kleiner Tipp: Je länger das Geld bei uns auf dem Konto bleibt, umso besser für die Liquidität. Daher lohnt es sich gewährte Zahlungsziele von Lieferanten auch wirklich auszunutzen. Außerdem sollte man im Gespräch mit den Lieferanten versuchen, deren Zahlungsziele an die der eigenen Kunden anzupassen, so ist immer Geld da, wenn es benötigt wird.

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Zahlungsunfähigkeit

Für den Begriff Zahlungsunfähigkeit gibt es sogar eine hochoffizielle Definition:

Ein Unternehmen ist lt. Insolvenzordnung zahlungsunfähig, wenn es „nicht in der Lage ist, die fälligen Zahlungspflichten zu erfüllen. Zahlungsunfähigkeit ist in der Regel anzunehmen, wenn der Schuldner seine Zahlungen eingestellt hat.“ (§ 17 Abs. 2 InsO)

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Zahlungsverkehr

Mit Zahlungsverkehr sind die gesamten Geldströme gemeint, die es bei der Begleichung von Forderungen und Verbindlichkeiten gibt. Dabei ist es egal, ob es sich um Bargeld oder bargeldlosen Zahlungsverkehr handelt.

Zahlungsverzug

Kommt ein Käufer seiner Zahlungspflicht nicht fristgerecht nach, obwohl die Lieferung frist- und ordnungsgemäß stattgefunden hat, nennt man diese Kaufvertragsstörung Zahlungsverzug, d.h. der Käufer zahlt den Kaufpreis nicht fristgerecht.

Der Zahlungsverzug ist die Verzögerung einer fälligen (Geld-)Leistung. Geregelt ist er im BGB unter § 280 und § 286 ff.

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Zahlungsziel

Meist gewährt man den Kunden ein gewisses Zahlungsziel, d.h. man gibt ihnen ein paar Tage Zeit (manchmal auch ein paar Tage mehr, je nach Vereinbarung), die Rechnung zu begleichen.

Kleiner Tipp: schon auf die Rechnung einen eindeutigen Zahlungstermin setzen, am besten gibt man ein konkretes Datum an. Dann kann nachher keiner sagen, er hätte es anders verstanden.

Zinsen

Zinsen sind die Vergütung für die Überlassung von Geld für einen bestimmten Zeitraum.

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Zinsaufwand

Das Buchungskonto Zinsaufwand ist ein Erfolgskonto und steht rechts in der Bilanz als Teil der Gewinn- und Verlustrechnung.

Beispiel: Wir müssen die Zinsen eines Kredits i.H.v. 50 EUR bezahlen mit einer Überweisung vom Girokonto. Diese 50 EUR fließen dann als Zinsaufwand in die GuV ein und mindern so natürlich den Gewinn.

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Zinseszins

Bei dieser Form der Zinsberechnung werden die nicht ausgezahlten Zinsen mitverzinst, d.h. der Zins erwirtschaftet auch Zinsen.

Grundsätzlich gibt es zwei Wege der Zinseszinsrechnung: vom Beginn zum Ende der Laufzeit oder andersherum. Dabei werden die Zinsen entweder auf das eingesetzte Kapital aufgeschlagen oder vom erwirtschafteten Kapital abgezogen. Folgerichtig spricht man von Auf – oder Abzinsung.

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Zinssatz

Der Zinssatz ist in der Wirtschaft der in Prozent ausgedrückte Preis für Geld oder Kapital, ausgedrückt als Prozentangabe des Zinses. (Quelle: Wikipedia)

ZUGFeRD

ZUGFeRD ist ein branchenübergreifendes Datenformat für den elektronischen Rechnungsdatenaustausch, das vom Forum elektronische Rechnung Deutschland (FeRD) – mit Unterstützung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie – erarbeitet wurde. Das ZUGFeRD-Datenformat basiert auf der Richtlinie 2014/55/EU vom 16. April 2014 über die elektronische Rechnungsstellung bei öffentlichen Aufträgen und auf der am 28. Juni 2017 veröffentlichten Norm EN16931. Zudem werden die Cross-Industry-Invoice (CII) von UN/CEFACT und die ISO-Norm 19005-3:2012 (PDF/A-3) ab ZUGFeRD 2.0 berücksichtigt. (Quelle: FeRD)

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Zusatzkosten

Wir alle versuchen meist günstig einzukaufen. Wenn wir irgendwo ein Schnäppchen sehen, freuen wir uns und schlagen schnell zu. Blöderweise ziehen einige dieser Schnäppchen nicht einkalkulierte Kosten nach sich – die berühmten Zusatzkosten!

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Zweifelhafte Forderungen

Die Buchhaltung muss nach dem Niederstwert- und Vorsichtsprinzip alle Forderungen mit dem Wert ansetzen, mit dem sie wahrscheinlich auf unserem Konto eingehen. Wissen oder vermuten wir, dass ein Kunde nicht oder weniger zahlen wird, so müssen wir die gebuchten Werte der Forderungen korrigieren, damit sich ein realistisches Bild der Unternehmenssituation ergibt.

Heißt also: zweifeln wir daran, dass eine Kunde seine Rechnungen auch wirklich begleicht, so werden die Forderungen ihm gegenüber zu zweifelhaften Forderungen. Diese Forderungsbewertungen buchen wir dann entsprechend ein.

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Das war’s mit dem Lexikon Buchhaltung: Z – jetzt ist das komplette Buchhaltungs-Alphabet online :-)

Basiswissen Rechnungswesen & Buchhaltung

Rechnungswesen, Buchhaltung, Controlling – wie hängt das alles zusammen?

Das Rechnungswesen dient der systematischen Erfassung, Überwachung und informatorischen Verdichtung der durch den betrieblichen Leistungsprozess entstehenden Geld- und Leistungsströme.

Die Buchhaltung ist dabei der externe Teil des Rechnungswesens. Sie dient dazu (wie der Name schon sagt), die finanzielle Situation des Unternehmens nach außen darzustellen.

Der interne Teil des Rechnungswesens liefert dem Unternehmer die Daten, die zur Steuerung und Planung des Unternehmens notwendig sind (daher auch internes Rechnungswesen bzw. Controlling bestehend aus Kostenrechnung, Statistik & Vergleich und Planung).

Ihr wollt noch mehr zu diesen Themen wissen? Dann hier entlang:

Buchhaltung

Das große Lexikon Buchhaltung:

Lexikon Buchhaltung von A-Z

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Rechnungswesen

Die große Rechnungswesen-Seite findet ihr hier:

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Auf geht’s – fröhliches Lesen euch allen!

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